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Blick in die Schul-Zukunft
Die Volksschule ist kein statisches Gebilde. Sie
lebt. Und verändert sich. In den letzten Jahren stärker
denn je. Es herrscht ein eigentlicher Wildwuchs an Reformen und
Reförmchen. Die Orientierung ist erschwert. Die Tagung "Visionen
für eine künftige Volksschule" will mit ihren Resultaten
mithelfen, einen gangbaren Weg zu finden.
Ein wenig knisterte die Luft schon an diesem Samstagmorgen
im Kirchgemeindehaus Niederglatt. War man doch zusammen gekommen,
um Visionen für die Schule zu formulieren. Wie soll unsere
Volksschule im Jahr 2020 aussehen? Was wird anders werden, was wird
bleiben? Diese Fragen stellten sich die Teilnehmenden der Tagung
"Visionen für eine künftige Volksschule". Während
drei intensiven Stunden diskutierten sie in kleinen Gruppen über
Ihre Träume und Wünsche zur Zürcher Volksschule und
versuchten danach, diese auf realistische und machbare Schritte
herunter zu brechen.
Fragen, Fragen, Fragen
Kein leichtes Unterfangen, wie sich herausstellte, aber eine spannende
Erfahrung: Man will weg von Verwöhnung, Übersättigung
und Egoismus der Schüler. Mehr Frustrationstoleranz wurde gewünscht.
Wie aber ist dies zu erreichen? Indem man mehr fordert?
Wie fördert und fordert man gleichzeitig? Wie entstehen Werte
und wie verankert man sie erfolgreich? Die Lehrerausbildung muss
mehr auf die Praxis ausgerichtet werden. Wie bildet man Lehrpersonen
zu starken Persönlichkeiten aus? Am Lehrplan muss dringend
gearbeitet werden. Weshalb gibt es eigentlich für Eltern keinen
Lehrplan? Woher sollen Eltern denn wissen, was sie ihren Kindern
auf der jeweiligen Entwicklungsstufe beibringen müssten? Was,
letztlich, hält unsere Schule im Innern zusammen und ermöglicht
eine gute Bildung? Und was bedeutet überhaupt "gute Bildung"?
Bei so viel Fragen kann man ganz schön ins Schwitzen
kommen und sich hoch oben in den Wolken blosser Theorien und Luftschlösser
versteigen. Die anwesenden Lehrpersonen, Eltern, Schulleiter, Politiker
und Schulpfleger blieben jedoch erstaunlich nahe dem Boden der Realität.
Bei der abschliessenden Sichtung der aufnotierten Wünsche und
Visionen fiel auf, wie eng beieinander die entworfenen Bilder der
künftigen Schule letztendlich lagen. Und dies trotz unterschiedlichster
Vorstellungen, Welt- und Menschenbilder der Anwesenden. In den verschiedenen
Gruppen waren oft dieselben Themen aufgetaucht und von verschiedensten
Seiten beleuchtet worden.
Arbeit in kleinen Gruppen
Gearbeitet wurde in kleinen Gruppen, die ihre Ergebnisse laufend
aufschrieben und an die Wand hängten. Am Ende der Tagung hatten
die Teilnehmer Gelegenheit, die Arbeiten der anderen
Gruppen mit grünen Notizzetteln zu kommentieren. Sie erhielten
ebefalls vier Klebe-Punkte, die sie bei den Aussagen anbringen konnten,
die ihnen am wichtigsten erschienen.
Die Resultate nach Themen sortiert:
Waren
das nun Visionen?
Ja, denn vielleicht liegt der Wert dieser Visionen gerade darin,
dass sie nicht versuchen, um jeden Preis das ganz Neue und ganz
Andere zu denken, sondern wieder die Bedürfnisse der Kinder
in den Vordergrund stellen und sich daran orientieren.
Weiterdenken...
Welche Aussage würde von Ihnen einen Punkt
erhalten?
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Senden Sie ein E-Mail an info@schulemitzukunft.ch
Ein Blick zur Seite:
Die
Zukunftswerkstatt der St.Galler Mittelstufenlehrkräfte

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