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NEWS-ARCHIV

10. Feburar 2005
St.Galler Tagblatt
Volksinitiative wird Ende Februar eingereicht
Eine Fremdsprache ist genug. Dafür kämpft ein Thurgauer Initiativkomitee. 4000 gültige Unterschriften braucht es. Über 4500 hat es; allerdings müssen sie noch beglaubigt werden. Dem Komitee bleibt dafür Zeit bis 27. Februar...weiter

8. Februar 2005
Radio DRS Regionaljournal
Die Ausgangslage für das neue Volksschulgesetz
Die Meinungen zum neuen Volksschulgesetz sind noch nicht überall gemacht. Erste Stimmen...weiter
(REAL-AUDIO)

7. Februar 2005
Neue Zürcher Zeitung:
Kantonsrat beendet Beratung zum neuen Volksschulgesetz
Nach der heutigen zweiten Lesung des neuen Gesetzes hat der Kantonsrat das neue Volksschulgesetz verabschiedet. Im Juni kommt es voraussichtlich vors Volk.
-> Protokoll der Kantonsratssitzung vom 7. Februar

7. Februar 2005
Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
Orientierung an der Schulpraxis gefordert statt Ideologien aus dem Elfenbeinturm
Die «Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen» lehnt das heute vom Kantonsrat verabschiedete neue Volksschulgesetz ab.
Die nun vorliegende Version des Gesetzes weist zwar in einigen Punkten Verbesserungen gegenüber der vom Volk abgelehnten Fassung auf, zu überzeugen vermag sie jedoch keinesfalls.
Nach Ablehnung des Gesetzes vor gut zwei Jahren führte die Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit Praktikern aus allen schulischen Bereichen eine breite Analyse der bestehenden Schwierigkeiten in der Schule durch und erarbeitete Grundlagen für eine leistungs- und zukunftsfähige Volksschule.
Diese Grundlagen fanden weder in der kantonsrätlichen Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) noch bei einer Mehrheit des Kantonsrates Gehör. Die Mehrheit sah die Ablehnung des Gesetzes nicht als Signal für einen Kurswechsel in der Bildungspolitik und legt dem Volk nun das gescheiterte Gesetz praktisch unverändert ein zweites Mal vor. Unerfüllt geblieben sind insbesondere die folgenden Anliegen:
- Priorität für Deutsch, nur eine Fremdsprache an der Primarschule
- Gleichwertigkeit zwischen Kleinklassen und integrativer Förderung
- Konzentration der knappen finanziellen Mittel auf das Kerngeschäft der Schule, nämlich den Unterricht, und nicht auf den Ausbau von Betreuungsangeboten
- Differenzierte Lektionentafeln für die einzelnen Abteilungen der Oberstufe
- Grundkenntnisse der deutschen Sprache als Voraussetzung für die Zuteilung der Schülerinnen und Schüler in eine Regelklasse
- Ein Aufgabenbereich der Schulabteilung des Bezirkrates, der über die Behandlung von Rekursen hinausgeht
Die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen wird sich weiterhin für eine Schule mit Zukunft einsetzen. Einem Gesetz aber, das in weiten Zügen dem abgelehnten gleicht, kann sie keinesfalls zustimmen...weiter |

27. Januar 2005
Thurgauer Zeitung:
Kanton Thurgau: Volksinitiative für nur eine Fremdsprache kommt zu Stande
Die Volksinitiative für eine Fremdsprache an der Primarschule wird wohl zu Stande kommen. Der Erziehungsdirektor rechnet mit einer Volksabstimmung im Juni 2006. Bis dahin will er die Vorbereitungen für zwei Fremdsprachen an der Primarschule und die Nachqualifikation der Lehrkräfte in Englisch aussetzen...weiter

15. Januar 2005
Tages-Anzeiger
FDP-Initiative für schweizweit einheitliches Fremdsprachenkonzept wird doch nicht lanciert
Staatspolitisch besonders heikel wäre ein Plebiszit über eine schweizweit einheitliche Einführung von Französisch beziehungsweise Deutsch als erste Fremdsprache an den Primarschulen. Er selbst hege für das Primat einer Landessprache gegenüber Englisch zwar durchaus Sympathie. «Doch weil die Deutschschweizer Kantone fast ausnahmslos mit Englisch beginnen wollen, würde eine Volksabstimmung zu einer nationalen Zerreissprobe führen.» Das haben inzwischen auch die Promotoren der Initiative erkannt...weiter

12. Januar 2005
Neue Zürcher Zeitung:
Sparpotenzial Erziehung
Kritische Bemerkungen zur starken Zunahme der sonderpädagogischen Massnahmen in der Primarschule - Bei mehr als der Hälfte der Schulkinder im Kanton Zürich sind laut Bildungsstatistik in den ersten sechs Schuljahren sonderpädagogische Massnahmen getroffen worden. Als Ursachen für diese alarmierende Entwicklung werden von der Bildungsdirektion die gestiegenen Ansprüche der Eltern an das Bildungssystem, der raschere Beizug von schulischen Therapeuten durch die Lehrkräfte sowie allgemein die Fortschritte beim frühen Erfassen von Entwicklungsstörungen genannt. Unerwähnt bleibt jedoch, dass erzieherische Defizite bei Kindern eine wesentliche Rolle bei der unerfreulichen Mengenausweitung der sonderpädagogischen Massnahmen spielen...weiter

23. Dezember 2004
Der Bund:
Nur eine Fremdsprache an Nidwaldens Primarschulen
Die Nidwaldner Primarschüler sollen zwar Englisch, aber kein Französisch lernen. Der Landrat hat einstimmig eine Parlamentarische Initiative vorläufig unterstützt, die das Modell «3/7» im Gesetz verankern will. Ab nächstem Schuljahr soll demnach ab der 3. Klasse Englisch und erst ab der 7. Klasse Französisch unterrichtet werden...weiter

20. Dezember 2005
Neue Zürcher Zeitung
Der «normale» Schüler wird zur Ausnahme
Primarschüler ohne Sonderbehandlung sind im Kanton Zürich heute eine Minderheit. Die Anordnung sonderpädagogischer Massnahmen aller Art hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und bringt Kanton und Gemeinden in finanzielle Bedrängnis...weiter

15. Dezember 2004
Kanton Zug:
Volksinitiativen „Eine Fremdsprache auf der Primarstufe“ sowie „Keinen Abbau beim Handwerklichen Gestalten“ eingereicht
Lanciert wurden die Initiativen von der Interessengemeinschaft Ganzheitlichen Bildung. Die Mitglieder der IG stammen hauptsächlich aus Gewerbe- und Lehrerkreisen...weiter
Vetreter der Initiativkomitees von links nach rechts:
Thomas Piffner, Lehrer und Präsident des LVZ; Ewina Winiger Jutz, Lehrerin für textiles Werken und Hauswirtschaft, Kanatonsratspräsidentin (Alternativ Fraktion); Maja Dübendorfer Christen, Kantonsrätin FDP; Rolf Iten, Vertreter der Staatskanzlei, er nahm die Initiativbögen entgegen; Georges Helfenstein, Kantonsrat CVP und Vertreter des Gewerbeverbandes, Vizepräsident der IG Ganzheitliche Bildung; Anna Lustenberger Kantonsrätin Alternative Fraktion, Präsidentin der IG; Roswita Corrodi, Lehrerin für Werken, Kantonsrätin FDP; Margrith Talmann, Lehrerin für textiles Werken.

22./ 29 . November 2004
Beratung des neuen Volksschulgesetzes im Zürcher Kantonsrat:
Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag, 22. und Montag, 29. November ausführlich über das neue Volksschulgesetzes beraten.
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Ausführliches Protokoll der NZZ vom 22. 11.2004
Ausführliches Protokoll der ganzen Sitzung. Behandelt wurden am Montag folgende Themen: Einjähriges oder zweijähriges Kindergartenobligatorium? Soll die Möglichkeit für Gesamtschulen geschaffen werden? Unterstützung von Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur? Schaffung von Aufgabenstunden und weitergehenden Betreuungsangeboten? Vierstündige oder dreistündige Blockzeiten obligatorisch? Wer entscheidet über die Einführung und Aufhebung von Fächern? Vebot von zwei obligatorischen Fremdsprachen an der Primarschule? Schaffung einer Lehrmittelkommission? Ermöglichung von Jokertagen? Differenzierte Lektionentafeln an der Oberstufe?
Zitat des Tages: «Martin Kull (sp., Wald) spricht als Oberstufenlehrer und Vater von zwei Kindern. Es geht nicht darum, ein Gesetz zu schreiben, das auf die Anliegen frustrierter Lehrkräfte reagiert.»
Kommentar NZZ vom 23. 11.2004
Bericht Tages-Anzeiger vom 23. 11.2004
Der Lanbote - Kantonsrat berät Volksschulgesetz
Ausführliches Protokoll der NZZ vom 29.11.2004
Behandelt wurden an dieser Sitzung verschiedene Anträge zum Umgang mit sonderpädagogischen Bedürfnissen, die Erhaltung der Methodenfreiheit für Lehrkräfte und die Pflichten der Eltern.
Kommentar NZZ vom 30.11.2004 - Zähe Grabenkämpfe ums neue Volksschulgesetz
Ausführliches Protokoll der NZZ vom 6.12.2004
In der letzten Sitzung ging es in erster Linie um die neue Regelung der Aufsicht über die Schulen, also den Ersatz der heutigen Bezirksschulpflegen. Weiter wurden diskutiert: Soll für Schulleiter eine pädagogische Ausbildung vorgeschrieben werden? Sollen Lehrpersonen, die sich in der integrativen Förderung engagieren für ihren zusätzlichen Aufwand entschädigt werden?neben ihrem Amt auch mindestens acht Stunden unterrichten? Soll der Kanton Beiträge an die Betreuungsangebote der Gemeinden bezahlen? |

7. Dezember 2004
PISA - Schweizer Schulen werden nicht besser, indem sie Finnland nachzuahmen versuchen
Pisa ist keine Studie über die Qualität der Schulen - Mit dem «Programme for International Student Assessment» (Pisa) will die OECD laut eigenen Angaben ihre Mitgliedstaaten über Stärken und Schwächen ihrer Bildungssysteme informieren. Im Grunde werden bei der Pisa-Studie aber ausschliesslich die Leistungen der Schüler gemessen und nicht die Qualität der verschiedenen Schulsysteme. Dadurch wird das Rating der Schulsysteme auf Basis der Pisa-Tests unzulässig...weiter
Kommentar NZZ:
Kein Grund zur Euphorie im Land Pestalozzis
Alle Reformen nützen jedoch letztlich nur wenig, wenn die Schule immer mehr zum Problemlöser gesellschaftlicher Defizite degradiert wird und die Lehrkräfte ihr pädagogisches Kerngeschäft vor lauter Gewalt- und Drogenprävention kaum mehr erfüllen können...weiter

24. November 2004
Schaffhauser Nachrichten:
Ein Mammutpaket an Mehrbelastungen
Die Schweiz hat bei den internationalen Pisa-Vergleichen nur mässig abgeschlossen. Haufenweise werden Studien veröffentlicht und Kampagnen geführt, um dieses Malaise wieder aus der Welt zu schaffen. Daraus ist inzwischen ein Aktivismus entstanden, der unsinnige Fragen aufkommen lässt, wie zum Beispiel, ob auf unseren Pausenplätzen Hochdeutsch gesprochen werden soll. Wirklich schlimm ist jedoch die Tatsache, dass Bildungsverantwortliche aus der Angst heraus, unsere schweizerischen Schulen seien nicht mehr konkurrenzfähig, das Fächerfuder munter weiter beladen, ohne sich wirklich um die praktische Umsetzbarkeit solcher «pädagogischer» Mammutprojekte zu kümmern...weiter

16. November 2004
Gemeinsame Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen und der Zürcher Lehrerverbände:
Stellungnahme zur Neuauflage des Zürcher Volksschulgesetzes.
Am kommenden Montag wird das neue Volksschulgesetz im Kantonsrat verhandelt. Die Arbeitsgemeinschaft und die Lehrerverbände, welche die Mehrheit der Zürcher Lehrkräfte auf der Mittel- und Oberstufe vertreten, waren mit ihrer ablehnenden Haltung vor zwei Jahren massgeblich daran beteiligt, dass die Gesetzesvorlage vom Volk zur Überarbeitung zurückgewiesen wurde. Mit einer breiten Basisbefragung haben die vier Organisationen die Haltung ihrer Mitglieder zum aktuellen Gesetzesvorschlag ermittelt...weiter
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11. November 2004
Tages-Anzeiger
Nidwalden für Kompromiss bei Fremdsprachen in der Primarschule
Der Regierungsrat hat die neue Stundentafel für die Primarschule veröffentlicht. Er bekräftigte einen Vorentscheid, in der umstrittenen Frage, ob den Primarschulkindern zwei Fremdsprachen zugemutet werden dürfen, einen Kompromiss einzugehen. Auf das Schuljahr 2005/06 wird ab der 3. Klasse Englisch als neues Fach eingeführt. Französisch wird (ab 2007/08) in der 5. und 6. Klasse nur als Wahlpflichtfach angeboten. Wer kein Französisch belegt, muss in den Deutsch- und Mathematikunterricht...weiter

Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
19. Oktober 2004
Informationen zum neuen Volksschulgesetz
Das neue Volksschulgesetz enthält einen bunten Strauss von Minderheitsanträgen, über die der Kantonsrat am 22. November in einer Doppelsitzung entscheiden wird. Die von Kantonsrat verabschiedete Fassung des Gesetzes kommt dann im Juni 2005 zur Volksabstimmung.
Die folgenden Unterlagen helfen, sich einen Überblick zu verschaffen über die Neuerungen und über die Punkte, die im Kantonsrat noch zur Diskussion stehen werden.
Unter Tel 01 822 28 27 stehen wir Ihnen für weitere Fragen zu diesem komplexen Thema zur Verfügung.
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Samstag, 30. Oktober 2004
Neue Zürcher Zeitung:
Harmonisieren statt zentralisieren
Die Erziehungsdirektorenkonferenz wehrt sich gegen den Vorwurf, es gebe in der Schweiz 26 verschiedene Schulsysteme, die isoliert arbeiteten, und ist gegen eine Zentralisierung der Volksschule. Das Gremium forderte aber an seiner Jahresversammlung im Beisein von Bundesrat Couchepin mehr politischen Druck für eine rasche Harmonisierung der kantonalen Schulsysteme und die Revision der Bildungsverfassung...weiter

Samstag, 30. Oktober 2004
St.Galler Tagblatt
Interview mit dem Präsidenten der Erziehungsdirektoren, Hans-Ulrich Stöckling
Stöckling zu Bildungsstandards und zur Harmonisierung des Bildungswesens in der Schweiz. /// Stöckling zur Zentralisierung des Bildungswesens durch den Bund: «Ein eidgenössischer Schulvogt könnte auf kulturelle Eigenheiten und Hintergründe nicht angemessen reagieren. Früher oder später würde das Ärger geben. Als erstes hätten wir mit der Einstiegsfremdsprache Probleme. Es würde doch zu einem üblen Sprachenstreit führen, wenn alle Kantone gezwungen wären, als erste Fremdsprache eine zweite Landessprache anstatt Englisch einzuführen...weiter

12. Oktober 2004
Neue Zürcher Zeitung:
Nationalfondsprojekt zu Sprachen-Vielfalt und Sprachkompetenzen
Der Schweizerische Nationalfonds untersucht im Auftrag des Bundes und der Kantone die Sprachenvielfalt in der Schweiz. Damit soll eine wissenschaftliche Grundlage für die künftige Sprachenpolitik geschaffen werden. Diese wird sich auch auf den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule auswirken...weiter

28. September 2004
Lesetipp: Beilage «Erzeihung und Bildung» der NZZ
Sollen kinder früher eigeschult werden? Kritische Meinungen zum frühen Lernen./// Das Kind im Mittelpunkt der Bildungspolitik - Kritische Anmerkungen zu den Reformdiskussionen von Sabina Geissbühler-Strupler, Primar- und Sportlehrerin: Gehirnentwicklung und «anderes Lernen»/ die Sinne und die Sprachentwicklung/ Gründe für die schlechte Lesekompetenz.
(Keine Online-Version)

27. September 2004
Volksinitiative «Ja zu Handarbeit/Werken» eingereicht
Heute wurde in der Ratspause der Kantonsratspräsidentin, Frau Emy Lalli, die sogenannte Handarbeits-Initiative übergeben. Ohne eine Lobby im Rücken zu haben, sammelten viele bildungsinteressierte Bürgerinnen und Bürger aus allen Schichten und Berufen Unterschriften für die Initiative. Mit diesen 34 585 Unterschriften bekennt sich ein grosser Teil des Volkes weiterhin zu einer Bildung im handwerklichen und künstlerisch-musischen Bereich...weiter

23. September 2004
Neue Luzerner Zeitung:
Kantonsrat Obwalden will Französisch erst ab der 7. Klasse
(Keine Online-Version)

18. September 2004
Die Südostschweiz:
Delegiertenversammlung der Bündner Lehrer in Maienfeld
«Verbandspräsident Gartmann forderte Regierungsrat Lardi auf, die Lehrer in die Diskussion über die Einführung einer zweiten Fremdsprache in der Primarschule miteinzubeziehen. Die Forderung der Lehrer ist klar: Die zweite Fremdsprache soll erst in der Oberstufe eingeführt werden.»

18. September 2004
Der Bund:
Kantone an der Sprachgrenze möchten Französisch als erste Fremdsprache
Die Kantone entlang der Sprachgrenze zwischen der Deutschschweiz und der Romandie, es sind dies Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis, wollen weiterhin eine Brücke zwischen den Sprachkulturen bilden: Französisch soll weiterhin als erste Fremdsprache an den Volksschulen unterrichtet werden...weiter

14. September 2004
Zisch - Zentralschweizer News:
Luzerner Grosser Rat will Französisch erst ab 7. Klasse
Der Luzerner Grosse Rat wünscht, dass Französisch als zweite Fremdsprache erst ab der 7. Klasse unterrichtet wird. Dies hat er am Montag bei der Behandlung des Planungsberichts zur Volksschule klar gemacht.Eine entsprechende Bemerkung wurde gutgeheissen. Der Rat wünscht aber auch, dass sich der Regierungsrat für eine einheitliche Deutschschweizer Regelung einsetzt...weiter
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Weitere Artikel zum Thema (leider nicht online):
Neue Luzerner Zeitung vom 13.9.2004 - «Zweite Fremdsprache: Befürchtungen sind leider angebracht.»
Neue Luzerner Zeitung vom 14.9.2004 - «Kanton Luzern
Bildungsdirektor Schwingruber übt den Spagat.» |

14. September 2004
Tages-Anzeiger online:
Teures Bildungssystem
Die Schweiz gehört zu den Ländern, die am meisten in die Bildung investieren. Zu diesem Schluss kommt der Bildungsbericht der OECD. Das überdurchschnittliche Ergebnis ist unter anderem auf das hohe Lohnniveau hierzulande zurückzuführen...weiter

11. September 2004
Neue Zürcher Zeitung:
Nidwalden will Französisch nur als Wahlfach
In Nidwalden soll ab Schuljahr 2005/06 Englisch ab der 3. Klasse in drei Stunden wöchentlich unterrichtet werden. In der 5. und 6.Klasse sollen die Kinder Französisch als Wahlfach mit zwei Wochenstunden belegen können. Wer das Wahlfach nicht belegt, wird zusätzlich in Deutsch und Mathematik unterrichtet.
Die Nidwaldner Regierung spricht in einer Mitteilung vom Freitag von einer Kompromisslösung. Eine Mehrheit habe sich in der Vernehmlassung gegen zwei Fremdsprachen in der Primarschule ausgesprochen...weiter

10. September 2004
Schaffhauser Nachrichten:
Kantonsrat Schaffhausen: Vorstoss für nur eine Fremdsprache
An der Primarschule des Kantons Schaffhausen soll nur eine Fremdsprache obligatorisch unterrichtet werden. Das verlangt Kantonsrat Daniel Fischer (SP, Schaffhausen) mit einer soeben eingereichten Motion...weiter
9. September 2004
Mitteilung Staatskanzlei des Kantons Luzern:
Luzern: Grossrätliche Kommission will Französisch erst auf der Oberstufe
Die Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) des Kantons Luzern beantragt dem Luzerner Grossen Rat mit deutlichem Mehr, vom Planungsbericht über die Schulentwicklung ab 2005 an den Volksschulen des Kantons Luzern Kenntnis zu nehmen. Die EBKK schloss ihre Beratungen unter dem Vorsitz von Ruth Keller-Haas (FDP, Kriens) am 1. September ab. Die Kommission hatte sich von Bildungsdirektor Anton Schwingruber und weiteren Departementsvertretern ausführlich über Ziele, Umsetzungsstrategien und Kostenfolgen orientieren lassen sowie Vertreter der Schulpflegepräsidenten, der Schulverwalter und der Lehrerorganisationen zur Anhörung vorgeladen.
Die EBKK überweist dem Grossen Rat gleichzeitig mehrere Bemerkungen. Im Gegensatz zur Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz, die das Erlernen einer ersten Fremdsprache im dritten Schuljahr und das Erlernen einer zweiten Fremdsprache im fünften Schuljahr beginnen lassen will, spricht sich die EBKK für die zweite Fremdsprache erst ab dem siebten Schuljahr aus. Als erste Fremdsprache befürwortet die EBKK Englisch. Die Kommission plädiert weiter für eine gleichwertige Bildung in den Bereichen Sprache, Mathematik/Naturwissenschaften und Bewegung/Musisches...weiter

6. September 2004
Medienmitteilung des Initiativkomitees «Ja zur Husi»:
Die Volksinitiative zur Weiterführung der Haushaltkurse an kantonalen Mittelschulen kommt zu Stande
Nach genau vier Monaten Sammelzeit ist die notwendige Zahl von 10'000 Unterschriften erreicht. Im Rahmen der Mittelschulbildung stellen die hauswirtschaftlichen Kurse eine wertvolle lebenspraktische Ergänzung dar und werden von den Jugendlichen entsprechend geschätzt. Auch die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen unterstützt die Beibehaltung dieser Kurse...weiter
1. September 2004
St. Galler Tagblatt:
Zwei sind eine zu viel
Kommt der sprachenpolitische Kompromiss der Kantone ins Wanken? Nach Zürich und Zug hat jetzt auch im Thurgau ein Initiativkomitee ein Volksbegehren gegen zwei Fremdsprachen an der Primarschule gestartet. Es hat sich gestern in Frauenfeld vor Medien präsentiert. Hinter der Initiative stehen Mitglieder der grossrätlichen Fraktionen (SVP, SP, FDP, CVP, EDU und Grüne). Bis 27. Februar 2005 hat nun das Komitee Zeit, 4000 gültige Unterschriften zu sammeln, um so eine Änderung des kantonalen Unterrichtsgesetzes zu erzwingen...weiter
1. September 2004
Thurgauer Zeitung:
Volksinitiaitve auch im Thurgau - Weniger Fremdsprache ist mehr
«Nur eine Fremdsprache an der Primarschule», diese dafür gründlich. Dieses Ziel verfolgt eine Volksinitiative, die gestern gestartet wurde. «Neun besorgte Bildungspolitiker» haben sich über Parteigrenzen zusammengeschlossen, sagte SVP-Kantonsrat Andrea Vonlanthen bei der gestrigen Vorstellung des Komitees. Zwei frühe Fremdsprachen würden zu einer «babylonischen Sprachverwirrung» führen, befürchtet Walter Vogel, FDP-Kantonsrat und ehemaliger Primar- und Sekundarlehrer. Maximal zwei Wochenlektionen in Französisch und Englisch reichen nicht, um eine Basis zu schaffen, auf der die Oberstufe aufbauen könne. Ähnlich sieht es SP-Präsident Peter Gubser. Er ist Primarlehrer und als solcher zuweilen erstaunt, manchmal enttäuscht, wie wenig nur schon von einer Fremdsprache hängen bleibt. Eine zweite Fremdsprache sei in der Primarschule auch gar nicht nötig, findet Gubser. Er höre von Vertretern der Wirtschaft nie den Vorwurf, die Schulabsolventen würden zu wenig Englisch oder Französisch beherrschen. «Geklagt wird vor allem über die Arbeitshaltung, die schlechte Konzentrationsfähigkeit und soziale Probleme»...weiter

1. September 2004
Tages-Anzeiger:
Widerstand gegen zweite Fremdsprache wächst
Auch im Kanton Thurgau wurde am Dienstag eine Volksinitiative gegen zwei Fremdsprachen an der Primarschule lanciert. Die dritte nach Zürich und Zug. Angestrebt wird eine Bestimmung, die festschreibt, dass auf dieser Schulstufe nur eine Fremdsprache gelehrt wird. Offenbleibt dabei, welche Sprache dies sein soll. Das Initiativkomitee setzt sich aus Mitgliedern linker und bürgerlicher Parteien zusammen...weiter

August 2004
Kantonsrat Hanspeter Amstutz:
Ist eine sprachlastige auch eine leistungsstarke Schule?
Die zunehmende Zahl von Lehrabbrüchen und Berichte über mangelnde Elementarbildung bei vielen Berufsschulabsolventen lassen aufhorchen. Wenn Jugendliche einfachste Texte in den Lehrmitteln der Berufsschulen nicht mehr verstehen und eine vernünftige Ausbildung dadurch gefährdet wird, muss bei den Zielsetzungen im Bildungsbereich über die Bücher gegangen werden.
Bei der laufenden Diskussion um die wesentlichen Bildungsinhalte unserer Volksschule scheint sich fast alles um die Sprachenfrage zu drehen. Dies ist bedauerlich...weiter

28. August 2004
Basler Zeitung:
Zwei Volksinitiativen im Kanton Zug lanciert
Lanciert wurden die Initiativen am Freitag von der überparteilichen Interessengemeinschaft (IG) Ganzheitliche Bildung. Die IG will sich laut einer Mitteilung einerseits dafür einsetzen, dass auf der Primarstufe ab der 3. Klasse nur eine Fremdsprache unterrichtet wird, und zwar Englisch. Die IG befürchtet, dass zwei Fremdsprachen in der Primarschule einen Grossteil der Schülerinnen und Schüler überfordern würden. Zudem bereiteten die Fähigkeiten der Schüler in Deutsch zunehmend Sorgen. Die in der IG vertretenen Lehrpersonen wollen laut der Mitteilung mit einem soliden Deutschunterricht endlich den Resultaten der Pisa-Studie entgegen treten können.
Mit der zweiten Initiative richtet sich die IG gegen den geplanten Abbau beim handwerklichen Gestalten, mit dem der zusätzliche Fremdsprachenunterricht kompensiert werden soll...weiter

27. August 2004
St. Galler Tagblatt:
Thurgau: Initiative für nur eine Fremdsprache lanciert
Im Thurgau werden Unterschriften gesammelt für eine Initiative, die verlangt, dass an der Primarschule nur eine Fremdsprache unterrichtet wird. Ob die Kinder Englisch oder Französisch lernen sollen, lässt das gestern im Amtsblatt angekündigte Volksbegehren offen. Bis Ende Februar des nächsten Jahres müssen die Initianten 4000 Unterschriften beibringen, damit es zu einer Abstimmung kommt. Hinter der Initiative steht ein überparteiliches Komitee, das am nächsten Dienstag im Detail über die Beweggründe informieren will. Ihm gehören Politiker aus CVP, EDU, FDP, GP, SP und SVP an...weiter
Kurz-Bericht zur Lancierung in der Thurgauer Zeitung...weiter

24. August 2004
Lehrer und Kantonsrat Hanspeter Amstutz:
Bildungskonzept aufgrund von Schülerumfragen?
Laut einer Studie der Universität Zürich, welche die Bildungsdirektion in Auftrag gegeben hat, würden viele Kinder schon in der Primarschule gerne Englisch und Französisch nebeneinander lernen. Dieses Resultat ist keine Überraschung. Ein noch klareres Ergebnis wäre herausgekommen, wenn die Umfrage gelautet hätte, ob statt zwei wieder vier Stunden Handarbeit unterrichtet werden sollten. Primarschüler lassen sich für alles begeistern, wenn die Lehrkräfte den Unterricht lebendig gestalten. Bei aller Respektierung der Anliegen der Kinder ist es deshalb unverantwortlich, Lehrplankonzepte vorwiegend auf Schülerumfragen abstützen zu wollen.
Gegenwärtig herrscht einige Verwirrung bei den Zielsetzungen im künftigen Fremdsprachenunterricht der Primarschule. Die moderne Sprachendidaktik hat hohe Erwartungen geweckt, die auch bei einem forcierten Ausbildungsprogramm nur von einem Teil der Schüler erfüllt werden können. Ohne Beachtung formaler Aspekte soll mit spielerischem, inhaltorientiertem Lernen der Zugang zu den Fremdsprachen gefunden werden. Dies klappt sicher ganz gut beim Einstieg, doch im fortschreitenden Prozess des Sprachenlernens stösst diese Didaktik rasch an ihre Grenzen. Die Mittelstufenlehrkräfte haben dies beim Frühfranzösisch längst erkannt und mit Erfolg die rein spielerischen Methoden durch arbeitsintensivere Lerntechniken ersetzt. Doch davon scheint man im Forschungsbereich nur widerwillig Kenntnis zu nehmen...weiter
24. August 2004
Der Rheintaler:
Hauptversammlung des Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbands (KLV) Oberrheintal
Die Vertreterin des KLV, Ursula Meyer-Mattes, orientierte über verschiedene Stellungnahmen des Lehrerverbands zu Themen wie Klassenverantwortung, Schulqualität und Schulleitung. Sie stellte klar, dass der KLV in der Sprachendiskussion seinen in der Basis abgestützten Entscheid verteidigen werde: 1. Hochdeutsch; 2. Englisch ab dem 3. Schuljahr; 3. Französisch ab dem 7. Schuljahr. Diese klare Aussage der KLV-Vertreterin fand bei der Lehrerschaft Unterstützung...weiter

24. August 2004
DER BUND
Geteilte Meinungen
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8C aus dem Oberstufenzentrum Wattenwil haben ihre Meinungen zum Thema Frühenglisch oder Frühfranzösisch aufgeschrieben...weiter

22. August 2004
Medienmitteilung Aktionskomitee «Ja zu Handarbeit/ Werken»
Bereits 25'000 Unterschriften für die Erhaltung der «Handsgi»
Die zurzeit im Kanton Zürich laufende Initiative "Ja zu Handarbeit/Werken" hat bereits die Grenze von 25'000 Unterschriften überschritten. Die Initianten sind erfreut über die grosse Akzeptanz in der Bevölkerung zu den Fächern Handarbeit/Werken. Ganz klar kommt zum Ausdruck, die Bevölkerung ist nicht einverstanden mit Sparbeschlüssen, welche die musischen, kreativen Fächer reduzieren...weiter

21. August 2004
NZZ:
Startschuss zum Frühenglisch-Obligatorium
«Dieser Tage haben 16 Schulgemeinden als erste im Kanton den Frühenglisch-Unterricht definitiv eingeführt. Angestrebt wird der Aufbau von Verständnis- und Sprechfähigkeiten auf der Basis eines neuen Lehrmittels. Eine Studie zeigt eine hohe Motivation von Schülern im Englischunterricht auf - im Unterschied zum Fach Französisch.»
«Die Bildungsdirektorin betonte zudem, dass man das Frühenglisch als Teil eines noch näher zu definierenden Gesamtsprachenkonzepts verstehe. Was wiederum zum derzeit akuten Thema der Kompetenzen in Hochdeutsch führt: Wer Fremdsprachen lernen will, das hat die Wissenschaft zur Genüge nachgewiesen, sollte zuerst seine Erstsprache beherrschen. Hier bestehen noch einige Fragezeichen, wie ein Gutachten (Otto Stern, 2002) bestätigt, auf das der Bildungsrat seinen Frühenglisch-Entscheid abgestützt hat: Die Auswirkungen eines frühen Zweitsprachenerwerbs auf die Kompetenzen in der Muttersprache seien noch kaum erforscht, ist dort zu lesen.
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Die Begriffsbildung ernst nehmen
Matthias Hauser, Sekundarlehrer und Kantonsrat, erklärt an zwei anschaulichen Beispielen, wie stark der Wissenserwerb in allen Bereichen von einer guten Sprachkompetenz in der Muttersprache abhängt und wie sich die abnehmenden Deutschkenntnisse bereits heute auf die Bildungsqualität auswirken...weiter
(Referat vom 14. Januar 2004, anlässlich der Lancierung der Volksinitiaitve «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule - diese dafür richtig») |

20. August 2004
Studie des Pädagogischen Instituts der Universität Zürich:
Englisch ist beliebteste Fremdsprache
Englisch ist die bevorzugte Fremdsprache der Zürcher Schüler. Auch in der sechsten Klasse ist die Motivation dafür noch hoch. 40 Prozent der Sechstklässler lernen hingegen Französisch nur «weil sie müssen»...weiter
(NZZ vom 20.8.04)

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
19. August 2004
Gründung der Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
Seit eineinhalb Jahren besteht die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen als lockerer Zusammenschluss von rund 50 Bildungspraktikern aus Schulbehörden, Politik und Lehrerverbänden. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich mit den laufenden Reformen an der Zürcher Volksschule kritisch auseinander. Erstmals an die Öffentlichkeit getreten ist sie mit ihren Reformvorschlägen für ein besseres Volksschulgesetz und mit der im Juli eingereichten Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule – diese dafür richtig». Vergangene Woche wurde nun der Verein «Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen» gegründet...weiter |

17. August 2004
Anzeiger von Uster:
Schulfächerkompetenz bleibt beim Bildungsrat
Die Kompetenz zur Festlegung von Unterrichtsfächern der Volksschule wird nicht an den Kantonsrat übertragen. Der Kantonsrat hat am Montag eine entsprechende Parlamentarische Initiative abgelehnt.
Weil die Beschlüsse des Bildungsrates immer weniger dem Volkswillen entsprechen, verlangte Stefan Dollenmeier, dass künftig der Kantonsrat die Unterrichtsfächer festlegen soll. Der «regierungshörige Bildungsrat» foutiere sich um die Meinung von Kantonsrat und Volk in der Schulpolitik, sagte Initiant Dollenmeier gestern im Rat. Dies zeigten die zahlreichen Volksinitiativen, wie jene gegen die Abschaffung der Handarbeit und der Biblischen Geschichte. Heute wolle das Volk direkt oder mindestens über sein Parlament mitbestimmen, was in welchem Umfang unterrichtet werde. Yvonne Eugster (cvp, Männedorf) gab zu bedenken, dass je nach politischer Zusammensetzung der Lehrplan immer wieder geändert würde. Dies sei eine Zumutung für Schüler, Lehrer und Eltern und eine Katastrophe für die Schule.
(print only)

16. August 2004
Discours Suisse:
Fremdsprachenunterricht in der Primarschule - Romandie zählt auf freundeidgenössischen Willen
Dem Englisch-Trend in Deutschschweizer Schulen zum Trotz: Die Romandie will der Einstiegssprache Deutsch treu bleiben. Bereist im 3. Schuljahrwollen die Westschweizer Kantone mit dem Deutschunterricht einsetzen, bestätigt Christian Berger, Generlasekretär der Westschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (CIIP).
Grösser ist für die Romandie aber die Herausforderung, das heute meist ab der 7. Klasse unterrichtete Englisch in die 5. Klasse vorzuverlegen. Die CIIP hätte es vorgezogen, die Einführung einer 2. Fremdsprache in der Primarstufe zuerst in einer Machbarkeitsstudie zu prüfen. Mit dem EDK-Fahrplan wird dieser Schritt jedoch übersprungen...weiter
Tessin: Qualität des Unterrichts leidet unter zweiter Sprache
Die Idee der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), in der Primarschule mit dem Unterricht einer zweiten Fremdsprache zu beginnen, löst bei den Tessiner Lehrkräften wenig Begeisterung aus...weiter
Bevorzugung der Landessprachen soll wieder Thema werden
Die Forderung nach der Bevorzugung der Landessprachen im Fremdsprachenunterricht soll an der Septembersession der eidgenössischen Räte wieder aufs Tapet kommen...weiter

16. August 2004
Blick:
Kauderwelsch im Bundeshaus – und an Schweizer Schulen
Der Knatsch um den Fremdsprachenunterricht geht auch in Bundesbern in die nächste Runde. Eine parlamentarische Initiative wurde zwar 2001 angenommen. Doch seither herrscht Funkstille...weiter
Mit Online-Umfrage:
« Welche Fremdsprache soll an Deutschschweizer Schulen zuerst unterrichtet werden?»

12. August 2004
Die Weltwoche:
Verspielte Zeit
Lernt ein Kind vor dem dritten Lebensjahr eine zweite Sprache, spricht man von «doppeltem Erstspracherwerb». «Diese Kinder haben klare Vorteile», sagt Georges Lüdi, Professor an der Universität Basel. Denn in diesem jungen Alter, das zeigen neurobiologische Untersuchungen, werden beide Sprachen im gleichen Hirnareal abgelegt. Wird nun eine dritte Sprache gelernt, müssen keine neuen neuronalen Netzwerke aufgebaut werden, sondern die bestehenden werden besser ausgelastet. Eine geringere Hirnleistung ist also erforderlich. «Es gibt kein Argument dagegen, ein Kind zweisprachig aufwachsen zu lassen», sagt Lüdi.
«Die Unreife der Stirnlappen»
Wird erst später mit einer Zweitsprache angefangen, gilt: Je jünger das Kind ist, desto mehr Zeit muss es der Fremdsprache ausgesetzt sein. Am einfachsten gelingt dies im Rahmen eines Auslandaufenthalts. Wenig effektiv dagegen ist nach Ansicht von Georges Lüdi das Frühenglisch (Englischunterricht ab der 2. statt der 5. Klasse), denn «hier geht es nicht um zwanzig bis vierzig Stunden pro Woche, sondern um zwei». Gegenüber denen, die erst in der 5. Klasse anfingen, hätten die Schüler mit Frühenglisch langfristig keinen Vorteil. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine katalanische Studie, die die Englischkenntnisse von Schülern untersuchte, die entweder ab der 2. oder der 4. Klasse Englisch lernten. Im Alter von siebzehn, so das Resultat, liessen sich keine Unterschiede mehr feststellen. «Will man Kinder wirklich zur Zweisprachigkeit erziehen, müsste man viel früher und intensiver anfangen: mit zweisprachigen Spielgruppen, Vorkindergärten und Kindergärten.»
Daraus abzuleiten, jede Kompetenz sollte so früh wie möglich angeeignet werden, ist aber falsch. Lesen und Rechnen müssen nicht mit drei erlernt werden. Das deckt sich auch mit neurobiologischen Erkenntnissen über die Gehirnreifung. Zwar spricht nichts dagegen, Kinder schon im Alter von drei spielerisch mit Buchstaben und Zahlen vertraut zu machen, dem systematischen, zielgerichteten Lernen vermag sich ein Kind in der Regel jedoch erst um den sechsten Geburtstag herum zuzuwenden. Denn Voraussetzung dafür ist ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit und Selbstbeherrschung. Diese Eigenschaften aber werden von den Stirnlappen kontrolliert, einer Hirnregion, die vom gesamten Gehirn am langsamsten heranreift...weiter

11. August 2004
News mdr.de
Neue Lehrpläne im deutschen Bundesland Sachsen
Mit dem neuen Schuljahr gelten für die Klassen 1 bis 7 an Sachsens Schulen neue Lehrpläne. In der Grundschule wird neu ab Klasse 3 Englisch verbindlich als erste Fremdsprache gelehrt. Die zweite Fremdsprache kommt jedoch erst ab der 6. Klasse und nur an Gymnasien dazu...weiter
9. August 2004
Thurgauer Zeitung:
Kanton Thurgau - Fremdsprachenstreit geht weiter
Für Kanton und Lehrerschaft heisst es vorläufig abwarten: Die Volksinitiative für nur eine Fremdsprache in der Primarschule soll im Frühherbst lanciert werden...weiter

31. Juli 2004
St. Galler Tagblatt:
Das sorgt für Zunder
Für Zunder sorgt die Forderung der Thurgauer Wirtschaft (Gewerbeverband, die Industrie- und Handelskammer Thurgau (IHK) und der Bauernverband) nach einem «Primat des Englischunterrichts». Englisch soll nach ihrem Willen neu ab der dritten Primarklasse unterrichtet werden - notabene, als einzige Fremdsprache in der Primarschule. Auf Französisch könne hingegen verzichtet werden, weil es bisher nicht die erhofften Lernerfolge gebracht habe...weiter

14. Juli 2004
Der Bund:
Kanton Bern: Sprachenstreit entbrannt
Eine oder zwei Fremdsprachen in der Primarschule? Französisch oder Englisch zuerst? Der Kanton Bern steht vor einer heiklen Entscheidung. Soll er im Sprachenunterricht staatspolitische Überlegungen oder die Bedürfnisse der Kinder stärker gewichten? Robert Furrer, Generalsekretär der Erziehungsdirektion, nimmt in einem Interview Stellung...weiter
Zu den Kosten des neuen Sprachenkonzeptes im Kanton Bern:
Der Bund: Zu den Kosten: Allein die Vorbereitungen verschlingen nach Ihren Berechnungen 32 Millionen Franken, nach der Einführung kostet der frühe Fremdsprachenunterricht den Kanton jährlich zusätzlich 12 und die Gemeinden 5 Millionen. Woher nehmen Sie dieses Geld?
Robert Furrer: Das muss in der politischen Diskussion entschieden werden. Wer fordert, die zusätzlichen Kosten müssten in anderen Bereichen des Bildungswesens kompensiert werden, muss wissen, dass dies massive Abstriche am heutigen Angebot bedeutet. Wir könnten die Kosten nur kompensieren, wenn wir beispielsweise kleine Oberstufenschulen zu regionalen Zentren zusammenlegen, mehrere Schulhäuser unter eine gemeinsame Schulleitung stellen, Klassengrössen erhöhen oder bei anderen Fächern abbauen würden.
14. Juli 2004
Neue Zuger Zeitung:
Dem Englisch müssen andere Fächer weichen
Im Kanton Zug ist ein Ringen um den Schulstoff im Gang. Was soll dem Frühenglisch Platz machen? Gestern präsentierten der Zuger Bildungsdirektor Matthias Michel, Direktionssekretär Hans-Peter Büchler und der Leiter des Amtes für gemeindliche Schulen die Ergebnisse einer breiten Vernehmlassung.
Insgesamt 40 Zuger Institutionen, Parteien, Verbände, Gemeinden oder ehrerorgansiationen wurden zur Vernehmlassung eingeladen. Umstritten ist die Aufteilung der Wochenstunden auf die sprachlichen (Deutsch, Englisch, Französisch) und mathematischen Fächer. In der Vernehmlassung wurde sie mit 60% bis 65% abgelehnt. 40% sprachen sich für ein Modell aus, in dem Englisch ab der dritten Klasse unterrichtet wird und Französisch erst ab der Oberstufe. Mit grosser Mehrheit abgelehnt wurde auch die Reduktion der Stundenzahl im Handwerklichen Gestalten.
Der Entscheid fällt erst im Herbst
Eine Grundsatzdiskussion zur Zugerischen und zur regionalen Stundentafel Studentafel Zentralschweiz will der Erziehungsrat des Kantons Zug Ende August führen. Im September fasst die Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz ihren Beschluss über die regionale Stundentafel. Es folgt die Beschlussfassung des Zuger Erziehunsrates für die künftige Stundentafel der Zuger Primarschulen.
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14. Juli 2004
Neue Zürcher Zeitung:
Die Schulreform ist längst im Gang
Was das neue Volksschulgesetz bringen wird - Die Arbeit an der zweiten Vorlage des Volksschulgesetzes steht vor dem Abschluss. Nach den Sommerferien soll das Werk präsentiert werden, damit der Kantonsrat noch dieses Jahr und das Volk voraussichtlich im Mai 2005 entscheiden kann.
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13. Juli 2004
SDA-News:
Vorerst keine zweite Fremdsprache an den Bündner Primarschulen
Die Bündner Regierung will vorerst kein Frühenglisch auf Primarschulstufe einführen. Vor Einführung einer weiteren Fremdsprache müsse das bestehende Sprachenangebot konsolidiert werden. In Graubünden ist Italienisch die Frühfremdsprache...weiter
13. Juli 2004
Der Bund:
Nationalfonds lässt Sprachkompetenzen erforschen
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) will die Sprachkompetenzen der Schweizer erfassen und Grundlagen für eine moderne Sprachenpolitik erarbeiten. Ein neues, mit acht Millionen Franken dotiertes Forschungsprogramm wird noch diesen Monat ausgeschrieben. Untersucht werden sollen auch Nutzen oder Gefahr der Einführung von Englisch als erster unterrichteter Fremdsprache an Deutschschweizer Primarschulen...weiter

13. Juli
Limmattaler Tagblatt:
Und wieder zurück auf Feld eins
Neuerungen im Bereich der Schule stossen auf Widerstand. Gegenwärtig sind gleich fünf Volksinitiativen am Laufen, welche bereits gefasste Beschlüsse rückgängig machen wollen. Die Promotoren der Volksinitiative für die Biblische Geschichte haben bereits über 35 000 Unterschriften zusammen. Die anderen Initiativen - gegen die Kürzung des Handarbeits- und Werken-Unterrichts an der Primarschule, für die Beibehaltung der Hauswirtschaftskurse an den Mittelschulen und gegen die Erhöhung der Klassengrössen - haben das nötige Quorum von 10 000 Unterschriften zum Teil noch nicht erreicht. Eine weitere Initiative, mit der die Einführung einer zweiten Fremdsprache an der Primarschule vereitelt werden soll, ist noch vor den Ferien mit 13 891 Stimmen eingereicht worden.
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7. Juli 2004
Basler Zeitung:
Der Sprachenstreit geht in die nächste Runde
Eine erste Fremdsprache ab der dritten, eine zweite ab der fünften Klasse: Mit dieser Formel wollen die Erziehungsdirektoren den seit Jahren schwelenden Streit um den Fremdsprachenunterricht beilegen. Doch dagegen regt sich Widerstand: In den Kantonen - und bei den Lehrern.
Der Name ist Programm: «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule - diese dafür richtig», heisst die Volksinitiative, die am Montag in Zürich eingereicht wurde. Exakt 13'891 Zürcherinnen und Zürcher haben das Begehren unterschrieben. Damit wehren Sie sich dagegen, dass in in Ihrem Kanton der Ende März gefasste Beschluss der der Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) umgesetzt wird. Dieser sieht vor, dass Schweizer Schulkinder bereits in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen. Auch in anderen Kantonen regt sich Widerstand.
Die Beispiele zeigen es: Was die EDK vor gut drei Monaten als «Meilenstein» zur Vereinheitlichung der kantonalen Schulsysteme pries, dürfte die Bewährungsprobe in der Praxis nicht überstehen.
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3. Juni 2004
Welsches Wochenmagazin «L'Hebedo» zur Frage zweier Fremdsprachen an der Primarschule:
Interview mit der Freiburger Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot:
«Wenn gewisse grosse Kantone es anders sehen als die Erziehungsdirektorenkonferenz, dann muss diese ihre eigene Position nochmals diskutieren und neu anschauen.»

5. Juli 2004
Volksinitiative eingereicht:
Initiative für eine Fremdsprache an der Primarschule eingereicht
Die Zürcher Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule, diese dafür richtig» ist am Montag eingereicht worden. 13891 Personen sprechen sich damit für Früh-Englisch und gegen Früh-Französisch aus...
Bericht NZZ online
Anzeiger von Uster
Tages-Anzeiger
Aargauer Zeitung

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
5. Juli 2004
Unterschriftenübergabe der Zürcher Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule diese dafür richtig»
Sprachen: Nacheinander statt Durcheinander!
Am 5.7.2004 wurde in Zürich die kantonale Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule» mit 13891 Unterschriften eingereicht. Ein überparteiliches Komitee wendet sich gegen den Beschluss der Regierung, bereits in der Primarschule zwei Fremdsprachen einzuführen. Die meisten Kinder wären damit überfordert. Statt solider Sprachgrundlagen hätten wir ein Durcheinander. Durch zu starke Sprachlastigkeit würden zudem andere Bereiche wie Naturwissenschaften oder musisch-handwerkliche Fächer vernachlässigt..weiter

Mitglieder des Initiativkomitees bei der Übergabe im Zürcher Rathaus:
«Fergesst nicht der Untericht in deutsch! Liber nur eine fremd Sprache an der primarschuhle!»
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2. Juli 2004
Neue Zuger Zeitung:
Alles doch nicht so «easy»?
Jetzt kommt wieder Unruhe in Sachen Fremdsprachenunterricht auf. Ausgelöst durch die Absicht der Erziehungsdirektoren, zusätzlich zum Frühfranzösisch (ab der 5. Klasse) noch Frühenglisch ab der dritten Klasse einzuführen. Das bereitet Thomas Pfiffner, Präsident des Zuger Lehrervereins, grosse Sorgen. Nicht weil er grundsätzlich gegen einen möglichst frühen Sprachunterricht wäre. Doch er ist der Meinung, dass die Doppelsprachigkeit im Gesamtkonzept zuerst wissenschaftlich untersucht werden müsste, bevor man sie einführt. Er vermisst zudem, dass die Erfahrungen des Frühfranzösisch gar nie evaluiert wurden.
Als Lehrer der fünften und sechsten Primarstufe sieht Pfiffner die Probleme auch ganz konkret bei den Zeitressourcen. «Derzeit werden zwei Stunden pro Woche Frühfranzösisch unterrichtet, obwohl das Lehrmittel 'Envol' eigentlich drei Stunden vorsieht. Will ich die Lernziele einhalten, muss ich woanders Zeit stehlen. Das ist keine ehrliche Ausgangslage», sagt er. Kommt jetzt noch das Fach Frühenglisch hinzu, welches ja auch in der fünften und sechsten Klasse fortgesetzt wird, verschärft sich seiner Meinung nach das Zeitproblem.
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26. Juni
Roland Misteli, Geschäftsführer des Verbandes Lehrerinnen und Lehrer Solothurn in der Solothurner Zeitung:
Ist der Sprachenstreit wirklich begraben?
«Nach langem Hin und Her beschloss die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) Ende März, dass künftig in der Primarschule zwei Fremdsprachen gelernt werden sollen. Die erste soll ab der dritten, die zweite ab der fünften Klasse unterrichtet werden, eine davon muss eine Landessprache sein. Laut wurde daraufhin das Ende des Sprachenstreits verkündet. Etwas voreilig, wie mir scheint./// Natürlich ist das frühe Erlernen von zwei Fremdsprachen grundsätzlich sehr zu begrüssen. Die Forschung zeigt, dass der Erwerb einer Fremdsprache am besten in den frühen Lebensjahren gelingt. In der Deutschschweiz müssen die Schüler ja zunächst einmal die Fremdsprache Hochdeutsch erlernen. Hinzu sollen nun innerhalb kurzer Zeit zwei weitere Sprachen kommen. Schwächere Schüler sind da schnell einmal überfordert. /// Gerade die vielerorts hohen Klassenbestände verunmöglichen jedoch das individuelle Eingehen auf die Schüler. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass nicht selten die Umsetzung schulischer Innovationen stecken blieb oder scheiterte, weil der politische Wille fehlte, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Politik neigt oft dazu, den Fünfer und das Weggli zu wollen: Blockzeiten, Tagesschulen, Schulleitungen, Fremdsprachen - aber kosten soll es nichts. Zu befürchten ist, dass man sich auch in dieser Sache mit Teil- und Scheinlösungen zufrieden gibt.Wenn sich in einigen Kantonen nun Lehrerinnen und Lehrer gegen die Einführung von zwei Fremdsprachen in der Primarschule wehren, spielt genau dieser Umstand eine wichtige Rolle.»

25. Juni 2004
Tages-Anzeiger:
Selbst einfache Texte verstehen sie nicht
«Ihr Mofa wurde entwendet.» An diesem Satz scheitern viele Berufsschüler. Was ist für Berufsschülerinnen und Berufsschüler so schwierig am Satz «Ihr Mofa wurde entwendet»? Was ein Mofa ist, wissen sie, aber auch nach neun Jahren an der Volksschule ist ihnen das Wort «entwendet» offensichtlich nicht geläufig. An der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (BBZ) jedenfalls hätten drei Viertel der Stifte damit Mühe, sagt Rektor Urban Vecellio. Und er macht gleich klar: Nicht nur fremdsprachige Schülerinnen und Schüler verstünden das Wort oft nicht. «Wir sind manchmal konsterniert, wie schlecht sie Deutsch verstehen», sagt Vecellio.

19. Juni 2004
Unser Lesetipp fürs Wochenende:
Grosse Sprachenbeilage der Zürichsee-Zeitung
Die Samstags-Ausgabe der Zürichsee-Zeitung befasst sich eingehend mit dem Thema «Fremdsprachen an der Primarschule». Auf 10 Seiten wird das Thema von allen Seiten beleuchtet, unter anderem mit folgenden Beiträgen:
- Wie die Schulgemeinden zum Frühenglisch stehen
- Was auf nationaler und kantonaler Ebene geplant ist und wo sich Widerstand formiert
- Warum Privatschulen auf zwei Sprachen setzen
- Wie stark Englisch in der Wirtschaft verbreitet ist
- Was Experten zum Fremdsprachenunterricht sagen
- Wie Deutsch gefördert wird
Rolf Saurenmann, Beilage Zürichseezeitung vom 19. Juni 2004:
Fremdsprachenunterricht: Nacheinander - statt alles miteinander und durcheinander
«Meine können auch nicht Deutsch!»und daher unterschreibe er unsere Volksinitiative. Der da solide Deutschkenntnisse fordert, bevor an eine zweite Fremdsprache herangegangen wird, ist Universitätsprofessor. Die Szene mit frustrierten und unterschreibenden Hochschuldozenten wiederholt sich bei der Sammelaktion noch dreimal, zu den Aufgebrachten gehört auch die ehemalige Rektorin der Universität Zürich und ehemals Präsidentin des Schweizerischen Wissenschaftsrates...weiter
14. Juni 2004
Oskar Bachmann, Bildungsrat, zur Situation der Volksschule:
Die sieben Fehlentwicklungen an unserer Volksschule
Die Bildungsdefizite, die PISA, TIMMS und andere Studien aufzeigten, sind allesamt auf Defizite an der Volksschule zurückzuführen. Ihr ist aufgetragen, das Fundament eines sicheren Wissens und Könnens zu erarbeiten und die Kinder charakterlich zu fördern. Erst unter dieser Voraussetzung erfüllt sie ihre umfassende Bildungsaufgabe. Hierfür stehen ihr neun unwiederbringliche Jahre zur Verfügung, die es vollumfänglich zu nutzen gilt! Dem Unterricht müssen deshalb klare Ziele gesetzt sein. Diese gilt es zu erreichen, soll die anschliessende Aus- und Weiterbildung erfolgreich sein.
Ich versuche, die heutigen Vernebelungen, Verdrängungen und Versäumnisse kurz zu umschreiben und mache besonders darauf aufmerksam, dass angerichtete Schäden leider meist erst bei einer nachfolgenden Schülergeneration voll erkennbar werden. Wir stecken mitten drin!...weiter
11. Juni 2004
Forum der Andelfinger Zeitung vom 11. Juni 2004:
Fremdsprachen ja - aber wie?
An der Primarschule soll nur eine Fremdsprache unterrichtet werden, verlangen Initiativen in den Kantonen Zürich, Zug und Thurgau. Denn mehrere Sprachen gleichzeitig zu unterrichten, überschreitet die fachlichen Grenzen und begünstigt eine Überforderung vieler Kinder...weiter
14. Juni 2004
Zürcher Kantonsrat:
Stellungnahme von Hanspeter Amstutz (EVP) zum Frühenglisch:
Trotz berechtigter kultureller Bedenken muss die Pädagogik die innere Bereitschaft der Jugend für die englische Sprache nützen. Ein Einstieg in der dritten Klasse, wenn auch in der deutschen Sprache die ersten Strukturen gefestigt sind, wäre dem vorgesehenen Beginn in der zweiten Klasse allerdings klar vorzuziehen. Vier Jahre Frühenglisch in der Primarschule, erteilt von Lehrkräften, die sich in der englischen Sprache zu Hause fühlen, können ein gutes Fundament für den Erwerb der ersten Fremdsprache schaffen. Die Konzentration aufs Englisch ermöglicht einen sorgfältigen Aufbau und hilft mit, dass möglichst viele Kinder die Freude am Sprachenlernen bewahren.
Diese Freude dürfte aber ab der fünften Klasse für viele Schüler rasch vorbei sein, wenn noch das Französisch dazukommt...weiter
8. Juni 2004
Tages Anzeiger:
Viel Interesse an Schul-Initiativen
In kurzer Zeit haben Lehrkräfte und Kirchenleute für ihre fünf Volksinitiativen Zehntausende von Unterschriften gesammelt. Drei der Volksbegehren sind bereits zu Stande gekommen. /// Die politischen Parteien könnten neidisch werden: Wenn sie für die Erhöhung der Kinderzulagen oder die Wiederinführung der Altersabzüge Unterschriften sammeln, müssen sie meist bis zuletzt zittern, ob die 10'000 Unterschriften für eine kantonale Volksinitiative zusammenkommen. Ganz anders alufen die Sammlungen zu den fünf Volksbegehren, die gegen Spar- und Reformbeschlüsse des Bildungsrates lanciert wurden. EVP-Sekretär Peter Reinhard: «In Kloten und Bülach standen die Leute Schlange, um unsere Initiative zu unterzeichnen». Gemeinderätin und Handarbeitslehrerin Ruth Kleiber: «An unseren Ständen gibt es regelmässig einen Menschauflauf»

5. Juni 2004
Silvan Hotz, Präsident des Gewerbeverbandes Zug:
«Drei Fremdsprachen an Zuger Primarschulen?»
«Unsere Kinder sollen in Zukunft drei Fremdsprachen in der Primarschule lernen. Schweizerdeutsch ist unsere Muttersprache. Es dürfte deshalb unbestritten sein, dass Hochdeutsch als erste Fremdsprache zu bezeichnen ist. Wörter und Satzreihenfolge müssen oft mühsam überlegt werden. Dies gilt nicht nur für die Schweizer Kinder, sondern auch für uns Erwachsene.
Rege diskutiert wird heute, ob es wirklich einer dritten Fremdsprache in der Schule bedarf. Die Antwort ist ein überzeugtes Ja, nur schon weil Französisch eine unserer Landessprachen ist und uns doch mit der Romandie sehr viel verbindet. Französisch gehört aber meines Erachtens nicht in die Primarstufe. Vor allem auch deshalb nicht, wenn man bedenkt, dass ab der 4. Klasse das handwerkliche Gestalten reduziert wird. Wir brauchen in der Zukunft nicht nur Sprachen- und Mathematikgenies, sondern auch handwerklich und gestalterisch gute Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Um sprachbegabten Kindern das Frühfranzösisch nicht ganz zu verwehren, könnte es als Freifach ab der 5. Klasse angeboten werden.»
(Neue Zuger Zeitung)

5. Juni 2004
Sozialistisch Grüne Alternative (SGA) Zug nehmen Stellung:
Kein Abbau handwerklicher Fächer
Durch die verschiedenen fraglischen Punkte im sprachlichen Bereich, aber vor allem auf Grund des Abbaus bei den handwerklichen Fächern könne die SGA des Kantons Zug das Modell 3/5 (erste Fremdsprache ab 3. Klasse, zweite Fremdsprache ab 5. Klasse) nicht unterstützen. Die SGA hofft, dass die Erziehungsdirektorenkonferenz durch die vielen negativen Reaktionen in einigen Kantonen nochmals über die Bücher gehe.
(Neue Zuger Zeitung)

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
4. Juni 2004
Stellungnahme zu den Äusserungen der Ostschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK-Ost) bezüglich der laufenden und geplanten Volksinitiativen für nur eine Fremdsprache an der Primarschule
Ziel ist nicht die Nivellierung des Unterrichts nach unten
Die Behauptung der EDK-Ost, mit der Beschränkung auf nur eine Fremdsprache in der Primarschule würde der Unterricht auf die Fremdsprachigen ausgerichtet, ist falsch. Durch zwei Fremdsprachen schon in der 5. Klasse wären nicht nur fremdsprachige, sondern auch viele Schweizer Kinder massiv überfordert. Die Stundenpläne der Mittelstufe können nicht noch eine zweite Fremdsprache verkraften...weiter
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Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
2. Juni 2004
Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule» kommt zustande
Die Bevölkerung will weiterhin eine Schule mit Kopf, Herz und Hand
Bereits 10'000 Unterschriften sind zusammengekommen für die Zürcher Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule diese dafür richtig». Die Unterschriftensammlung hat gezeigt, dass das Anliegen der Initiative in der Bevölkerung auf breite Unterstützung stösst...weiter
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Mai 2004
Dr. Eliane Gautschi, Sonderpädagogin und Psychologin, Zürich
Je früher, desto besser?
Anfang April wurde in der Schweiz von der Erziehungsdirektorenkonferenz EDK der Beschluss bekanntgegeben, künftig in allen Primarschulen der Schweiz eine weitere Fremdsprache zu unterrichten. Die Umsetzung dieses Beschlusses würde bedeuten, dass künftig alle Kinder nebst dem Hochdeutsch ab der zweiten oder dritten Klasse eine erste und dann in der fünften Klasse eine zweite Fremdsprache lernen müssten.
In verschiedenen Kantonen wird gegen dieses Reformprojekt die Notbremse gezogen. Zum einen gibt die Frage nach der Priorität der Fremdsprachen zu berechtigen Diskussionen Anlass. Zum anderen stellt sich die Frage, ob eine derartige Ausweitung des Fremdsprachenunterrichts nicht eine Überforderung für einen grossen Teil der Kinder darstellt. Es wird auch befürchtet, dass sich mit einem solchen Reformprojekt die Schere zwischen den schwachen und den guten Schülern noch weiter öffnet...weiter
(aus: «Zeit-Fragen» Nr. 18)
2. Juni 2004
St.Galler Tagblatt:
Thurgau: Komitee lanciert Volksinitiative im August
Nachdem im Kanton Zürich bereits im Januar eine Volksinitiative für nur eine Fremdsprache lanciert worden ist, wird ein ähnliches Volksbegehren auch im Thurgau vorbereitet. Nur eine Fremdsprache an der Thurgauer Primarschule: Das will ein überparteiliches Komitee mit einer Volksinitiative erreichen. Lanciert werden soll sie im August...weiter
30. Mai 2004
NZZ am Sonntag:
In den Kantonen wächst der Widerstand gegen zwei Fremdsprachen an der Primarschule
An der Primarschule soll nur eine Fremdsprache unterrichtet werden, verlangen Initiativen in den Kantonen Zürich, Zug und Thurgau. Der sprachenpolitische Kompromiss der Kantone wankt. Bei den Erziehungsdirektoren lösen die Volksbegehren einige Hektik aus. Erst vor zwei Monaten hatte sich die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) auf einen gesamtschweizerischen Fahrplan für den Sprachenunterricht festgelegt. Demnach sollen die Kinder in der 3. Klasse mit der ersten und in der 5. Klasse mit der zweiten Fremdsprache beginnen. /// Der Beschluss stand freilich schon von Anbeginn auf wackeligen Füssen. Luzern und Appenzell Innerhoden enthielten sich der Stimme. «Solange ich im Amt bin, wird sich hier nichts ändern», sagt der Innerhoder Erziehungsrat und CVP-Ständerat Carlo Schmid (Appenzell Innerhoden führt seit zwei Jahren Eglisch ab der dritten Klasse und Französisch erst ab der Oberstufe). Der Bündner Erziehungsrat Claudi Lardi weist auf die spezielle Situation des dreisprachigen Kantons hin. Bewusst lässt Lardi offen, ob Graubünden die EDK-Empfehlung erfüllen wird. «Eine Empfehlung ist eine Empfehlung» sagt er. /// Die Lehrer: Nirgendwo in der Deutschschweiz ist das Schulpersonal begeistert von der Aussicht, zwei Fremdsprachen an der Primarschule unterrichten zu müssen. «Zwei Fremdsprachen sind für die Kinder zu viel», sagt die Präsidentin des Berner Lehrerverbandes, Inés Röthlisberger.
(keine Online-Version)
29. Mai 2004
Lesermeinung im Tages-Anzeiger:
In der Schule soll konsequent Hochsprache gesprochen werden.Damit wir der Hochsprache mehr Beachtung schenken können, muss sich die Schule einschränken. Das heisst: Es ist wichtig, dass nur eine Fremdsprache auf der Primarstufe erlernt werden darf. Nur so kann Deutsch auf einem guten Niveau gelehrt und erlernt werden. (Rosmarie Quadranti-Stahel, Schulpräsidentin Volketswil)

28. Mai 2004
Neue Zuger Zeitung:
Initiative gegen zweite Fremdsprache an der Primarschule auch im Kanton Zug
Dass Englisch bereits ab der dritten Primarklasse unterrichtet wird, war im Zuger Kantonsrat bei der Behandlung einer Interpellation von Anna Lustenberger (Alternative, Baar) und Maja Dübendorfer (FDP, Baar) unbestritten. Strittig war, ob Französisch ab der 5. Primarklasse oder erst im 7. Schuljahr (Oberstufe) beginnen soll, dafür die Fächer Gestalten, Musik und Sport 4 Prozentpunkte opfern und die Sprachen 7 Prozentpunkte zulegen sollen. /// Georges Helfenstein (CVP Cham): «Was nützt mir auf dem Dach ein perfekt Französisch und Englisch sprechender Lehrling, wenn er zwei linke Hände und keine Verständnis für das Handwerk hat?». Die «Interessengemeinschaft für eine ganzheitliche Bildung» will im Sommer in Zug eine Initiative lancieren und die Einführung des Französischunterrichts erst im 7. Schuljahr fordern.

26. Mai 2004
St. Galler Tagblatt
Fremdsprachen ja - but how?
Zwei Monate sind vergangen seit die EDK nach Hin und Her beschloss, dass in der Primarschule künftig zwei Fremdsprachen unterrichtet werden. Vor- oder Nachteil? Darüber sind sich Lehrkräfte nicht einig...weiter

13. Mai 2004
Winterthurer Stadtblatt:
Fortschritt kontra Kreativität?
Das kommende Schuljahr bringt umstrittene Änderungen in der Lehrplan der 7-13-Jährigen: Ab der zweiten Primarklasse besuchen die Schülerinnen und Schüler Englischunterricht, die Biblische Geschichte wird abgeschafft oder zum Freifach und die Handarbeitslektionen werden im Herbst 2004 in der fünften und sechsten Klasse von vier auf zwei Lektionen pro Woche gekürzt. Um die Beschlüsse des Bildungsrates anzufechten hat sich eine breite Front aus Elternvereinigungen, Lehrerverbänden, Politikerinnen und Politikern gebildet. So die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen, der auch die EVP-Gemeinderätin und Präsidetin des Winterthurer Lehrerinnen- und Lehrervereins, Ruth Kleiber angehört. Man dürfe nicht vergessen, so Ruth Kleiber, dass rund 50 Prozent der Schulkinder später einen handwerklichen Beruf wählen. Die künstlerisch-manuelle Seite müsse gefördert werden. Abgesehen davon brauche auch ein Chirurg, um nur ein Beispiel zu nennen, handwerkliches Geschick. Herz und Hand sollen auch in wirtschaftlichen Trockenzeiten nicht vernachlässigt werden.
11. Mai 2004
Bildungsbeilage der NZZ:
Studien als «Beweismittel»
Professor h. c. Rolf Dubs (Universität St. Gallen) versucht aufzuzeigen, wie Erziehungswissenschftler und Schulpraktiker besser zusammenarbeiten könnten. «Erziehungswissenschafter sollten ihre Arbeit im Dienste der Bildungspolitik so gestalten, dass Missbräuche weniger möglich werden. Dazu sollten sie ihre Wertvorstellungen immer neu offen legen und deutlicher auf die Grenzen ihrer Erkenntnisse für die Bildungspolitik und die Schule hinweisen...weiter

19. Mai 2004
NZZ:
Volksinitiative gegen grössere Schulklassen
Das Instrument der Volksinitiative ist derzeit gross in Mode, vor allem für Anliegen im Bildungswesen. Am Dienstag ist bereits die fünfte Bildungsinitiative innert vier Monaten lanciert worden. Sie verlangt, die Erhöhung der durchschnittlichen Klassengrössen rückgängig zu machen und die entsprechenden Zahlen gesetzlich festzuschreiben...weiter
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Mehr Informationen zur Initiative finden Sie hier...weiter |

18. Mai 2004
Leserbrief im «Affoltemer Anzeiger»
Volksinitiative "Nur eine Fremdsprache an der Primarschule"
Momentan werden im Kanton Zürich für verschiedene, die Volksschule betreffende Initiativen Unterschriften gesammelt. Als erstes dieser Volksbegehren wurde die Initiative "Nur eine Fremdsprache an der Primarschule" gestartet. Sie setzt sich für einen vernünftigen Fächerkanon in der Mittelstufe ein.
Bereits beschlossen hat der Regierungsrat, dass in Zukunft ab der zweiten Klasse Englisch eingeführt werden soll. Das Initiativkomitee befürwortet aufgrund der Wichtigkeit der englischen Sprache im Berufsleben diesen Entscheid.
Leider entschied der Bildungsrat aber unbelastet von jeglicher Sachkenntnis bezüglich der realen Verhältnisse in Mittelstufenklassen, dass ab der fünften Klasse weiterhin Französisch gelehrt werden soll, sodass dann die Kinder nebst Deutsch und allenfalls fremder Muttersprache zusätzlich sogar zwei Fremdsprachen im Stundenplan hätten..weiter

14. Mai 2004
NZZ:
Bildungsrat will obligatorisches Fach für Religionskunde
Der Unterricht über Religionen und Kulturen in der Primarschule soll nicht verloren gehen. Die Volksinitiative zur Erhaltung des Faches Biblische Geschichte, für die bereits 11'400 Unterschriften zusammengekommen sind, setzt den Bildungsrat unter Handlungsdruck. Nachdem der Bildungsrat letzten Dezember Biblische Geschichte aus Spargründen zum Freifach erklärt hat, will er den Unterricht nun auf neue Beine stellen. Geplant ist ein neues Fach, das für alle Schüler obligatorisch ist. Dafür soll der Unterricht seine christliche Prägung verlieren und thematisch breiter werden...weiter

12. Mai 2004
Tages-Anzeiger:
Die langsame Entmachtung des Bildungsrats
Der Bildungsrat hat die Handarbeit gekürzt, den Bibelunterricht gestrichen, Englisch eingeführt, und wehren kann sich dagegen niemand. Wer ist diese Behörde, die so viel Macht hat?...weiter
11. Mai 2004
Umfrage des Landboten:
Online-Umfrage zum Biblisch-Geschichte Unterricht in Winterhtur
Soll sich die Stadt Winterthur den Biblische-Geschichte Unterricht weiterhin leisten? Stimmen Sie hier ab...weiter

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
11. Mai 2004
Kantonale Volksinitiaitve «Ja zur Husi»
Unterstützung der Volksinitiative für die Weiterführung der Haushaltskurse an kantonalen Mittelschulen
Im Rahmen der Mittelschulbildung stellen die hauswirtschaftlichen Kurse eine wertvolle lebenspraktische Ergänzung dar und werden von den Jugendlichen entsprechend geschätzt.
Der vom Zürcher Regierungsrat beschlossene Abbau lässt sich pädagogisch nicht begründen und engt das Bildungsprogramm der Mittelschulen erheblich ein. Die Volksinitiative «Ja zur Husi» soll sicherstellen, dass an den Mittelschulen eine möglichst ganzheitliche Bildung beibehalten werden kann...weiter
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11. Mai 2004
Voralrberg online:
Deutsch gewinnt in der erweiterten EU an Bedeutung
Mit der Erweiterung wächst in Europa auch die Sprachenvielfalt. Für Deutsch als Arbeitssprache bedeutet die Erweiterung eine Aufwertung. Es ist nach Russisch und Englisch die am häufigsten gesprochene Fremdsprache in den Beitrittsländern...weiter
April/Mai 2004
Standaktionen zur Bildungspolitik im ganzen Kanton Zürich:
Beteiligen Sie sich an unseren Standaktionen
Im April unhd Mai führt die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen rund 50 Standaktionen durch in allen grösseren Gemeinden des Kantons. Ziel ist es, die die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass zurzeit die Weichen für die Primarschule falsch gestellt werden und eine ganzheitliche Bildung mit Kopf, Herz und Hand nicht mehr gewährleistet ist. Es werden Unterschriften gesammelt für vier Volksinitiativen...weiter

10.Mai 2004
Leserbrief von Kantonsrat Hanspeter Amstutz:
Zuerst richtig Englisch lernen
Für viele Kinder, die sich ja bereits mit der deutschen Sprache recht schwer tun, dürfte das vorgesehene parallele Lernen von drei Sprachen schon nach kurzer Zeit zum Lernverdruss führen. Natürlich werden sprachbegabte Kinder mit Leichtigkeit das parallele Lernen bewältigen und die tollen Erwartungen der Sprachdidaktiker erfüllen. Aufgrund der Erfahrungen der Schulpraktiker zeichnet sich aber ein eher unerfreuliches Bild der künftigen Entwicklung ab: Rund ein Drittel der Kinder wird vom erweiterten Lernangebot profitieren können, das mittlere Drittel dürfte durch gesteigerten Leistungsdruck mit Ach und Krach die Vorgaben erfüllen und das restliche Drittel bleibt auf der Strecke. Zur Förderung der begabteren Kinder gibt es weit bessere Wege...weiter

10. Mai 2004
Leserbrief von Kantonsrat Samuel Ramseyer, Niederglatt:
Nur eine Fremdsprache an der Primarschule! Diese dafür richtig!
Wer kennt sie nicht - die ernüchternden Ergebnisse der PISA-Studie, die bestätigen, was Lehrmeister und höhere Schulen seit langem bemängeln? Die Lesekompetenz sinkt. Bei 20% der Fünfzehnjährigen ist sie gar ungenügend! Obwohl auch der Regierungs- und der Bildungsrat davon Kenntnis haben, soll ab dem Schuljahr 2004/2005 schrittweise Englisch als zweite Fremdsprache an der Primarstufe eingeführt werden. Eine fortschrittliche Tat sagen die einen, ist doch Englisch die Sprache - so scheint es mindestens heute - an der unsere Kinder nicht vorbeikommen. Unüberlegt und unverantwortlich sagen die andern, führen doch zwei Fremdsprachen neben Mundart und Hochdeutsch zur Überforderung eines Grossteils der Schülerinnen und Schüler...weiter

10. Mai 2004
Leserbrief zum Artikel vom 6. Mai in «Züri West»
Volksinitiativen unterschreiben!
In "Zürich West" vom 6. Mai äussert sich der Schulpräsident des Kreises Uto unter anderem auch zur Reduktion des Handarbeitsunterrichts an der Primar-Mittelstufe. Er bedauert diesen Beschluss des Bildungsrates und bezeichnet die Massnahme als Qualitätseinbusse; zudem seien auch negative Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu befürchten.Dieser treffenden Einschätzung ist absolut beizupflichten...weiter
10. Mai 2004
Neue Zuger Zeitung:
Kippt der Entscheid im Zuger Erziehungsrat?
SP-Erziehungsrat Hans Schaufelberger hatte sich als erster aus der Deckung gewagt. In einem Leserbrief äusserte er ebenso wie manche Lehrer, Gewerbler oder auch die SVP-Kantonsratsfraktion Bedenken bezüglich einer allfälligen Überlastung der Kinder durch zwei Fremdsprachen an der Primarschule. Die Rückmeldungen aus der Behörde liessen jedoch nicht lange auf sich warten, so dass er in der Öffentlichkeit vorläufig nicht mehr sprechen will.
Im Kanton Zug läuft bis Ende Mai die Vernehmlassung zur neuen Stundentafel, gemäss der zwei Fremdsprachen an der Primarschule unterrichtet werden sollen. Mit Spannung wird nun das Ergebnis der Vernehmlassung erwartet.
(print only)
6. Mai 2004
St. Galler Tagblatt:
Thurgau: Frühfranzösisch bleibt
Der Grosse Rat lehnt eine Motion ab, die Englisch als einzige obligatorische Fremdsprache an der Primarschule forderte...weiter

28. April 2004
FDP Nidwalden will nur eine Fremdsprache an der Primarschule
Die FDP Nidwalden vertritt das Modell 3/7. Das heisst, dass mit dem Englischunterricht als erster Fremdsprache in der 3. Klasse und mit Französisch als zweiter Fremdsprache in der 7. Klasse begonnen wird. An Stelle einer zweiten Fremdsprache möchte sie an der Primarschule den Deutschunterricht intensivieren...weiter

24. April 2004
Benno Lees, Präsident Bildungskommission des suissetec-Gewerbes der Kantone Zürich und Schaffhausen:
Wie kommt unsere Wirtschaft zu Schulabgängern,
die die nötigen Grundkompetenzen für eine gute Lehre mitbringen?
Die vom Schweizerisch-Lichtensteinischen Gebäudetechnikverband "suissetec" lancierten Eignungstests zeigten gerade in der Mathematik erhebliche Mängel auf. Erschreckenderweise lagen diese Mängel nicht nur bei den schulisch "schwächeren" Kids, sprich Sek-B/C, sondern auch bei den Sek-A Schülern. Handwerkliche Vorkenntnisse gingen in den letzten Jahren ebenso verloren wie fundierte Deutschkenntnisse...weiter

2. April 2004
Frühenglisch ist nicht kostenneutral zu haben
Küsnacht: Schulpflege begrüsst Frühenglisch und setzt Fragezeichen hinter die Finanzierungsvorstellungen des Bildungsrates. /// Für Finanzvorstand Feiga Haymann und ihre Kolleginnen und Kollegen passt einiges nicht zusammen: «Da ist einerseits eine kostspielige Abstimmungskampagne geführt worden, für einen Entscheid (Frühenglisch), auf den die Stimmbürgerschaft offenbar keinen Einfluss hat. Auf der anderen Seite werden uns drastische Sparmassnahmen verordnet, weil auch für Bildung nicht genügend Mittel vorhanden sind. So steigen die Klassengrössen, Fächer wie Handarbeitsunterricht und Biblische Geschichte werden abgebaut, um Kosten zu sparen. Auf der anderen Seite wird nun ein neues Unterrichtsfach eingeführt...weiter

21. April 2004
Präsidentin des Primarlehrerinnen- und Primarlehrerverbandes Luzern:
Bildungsansprüche sind immer relativ
Wir Lehrpersonen wissen, wovon wir sprechen, wenn wir vom Überladen der Stundetafel und von der Überforderung der Schülerinnen und Schüler sprechen. Von einer «Nivellierung der Bildungsansprüche» kann keine Rede sein. /// Eine Fremdsprache muss man lernen. Nur spielerisch wird keine Kind über mehrere Jahre eine Fremdsprache lernen. Das ist eine absolute Verharmlosung der Lernarbeit, die von allen Kindern geleistet werden muss. Die PISA-Studie zeigte, dass unsere Kinder in der deutschen Sprache ungenügend sind. Die Konsequenz daraus wäre, mehr Zeit für den Aufbau und die Vertiefung der Deutschkenntnisse (erste «Fremdsprache» unserer Kinder) zu verwenden.
(Neue Zuger Zeitung vom 21. April 2004, print only)

April 2004
zeit.schrift Nr. 9/2004 der Mittelschulen:
Für zukünftige Studierende hat Englisch klar Priorität
Interview mit Hans Weder, Rektor der Universität Zürich...weiter

20. April 2004
Neue Zürcher Zeitung:
«English first» statt «idée suisse»?
Romands beklagen Rückstufung des Französischen
Der Entscheid der kantonalen Erziehungsdirektoren, schon auf der Grundstufe zwei Fremdsprachen einzuführen, den Kantonen jedoch die Wahl der Reihenfolge zu überlassen, hat in der Romandie kritische Reaktionen ausgelöst. Ist es richtig, dass die Deutschschweizer das Recht bekommen, Englisch vor dem Französischen zu unterrichten, während die Westschweiz weiterhin den Deutschunterricht privilegiert? /// Übrigens hat sich auch schon in der Genfer Lehrerschaft Opposition gegen zwei Fremdsprachen in der Volksschule gemeldet...weiter

16. April 2004
Viel Lärm um nichts in den Vorzeigeländern:
Fremdsprachenunterricht in Vorarlberg und Baden-Württemberg
In Diskussionen um eine zweite Fremdsprache an der Primarschule wird immer wieder hervorgehoben, dass an anderen Orten, wie zum Beispiel in Baden-Württemberg längst eine zweite Fremdsprche unterrichtet wird. Betrachtet man den Fremdsprachenunterricht an diesen Orten genauer, so sieht das Bild etwas anders aus...weiter
(St.Galler Tagblatt)

14. April
Leserbrief im St.Galler Tagblatt
Wo liegen heute die Prioritäten für eine gute Bildung?
Die Einführung einer zweiten Fremdsprache führt wie gewisse Reformen an der Oberstufe zu einer schrittweisen Abkehr vom Klassenlehrerprinzip. Das führt zu noch mehr Disziplin- und Ordnungsproblemen. Die grössten Probleme der Schule liegen heute weder im formalen noch im stofflichen Bereich, sondern im Sozialbereich. /// Unsere Jugend braucht eine gute Bildung. Selbstbewusste junge Menschen sollen ins Berufsleben einsteigen, die wissen worauf es ankommt, die ausdauernd ihr Ziel verfolgen können, die auch einmal eine Enttäuschung überwinden können. Ob sie nun eine oder zwei Fremdsprachen mehr oder weniger perfekt beherrschen ist von untergeordneter Bedeutung...weiter

14. April 2004
Meinungsumfrage:
Welches soll die erste Fremdsprache sein?
Die Deutschschweizer sind mehrheitlich der Meinung, dass an Schulen Englisch als erste Fremdsprache gelehrt werden soll, die Romands hingegen bevorzugen Deutsch. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Meinungsumfrage...weiter
(Der Bund)

10. April
Der Landbote:
Fünf Mal vors Stimmvolk
Die Sparentscheide im Bildungsbereich treffen auf geballten Widerstand: Nicht weniger als vier Volksinitiativen wenden sich gegen die geplanten Abbaumassnahmen, eine hat den Fremdsprachenentscheid im Visier. Vermutlich sind im Kanton Zürich noch nie so viele Initiativen in so kurzer Zeit lanciert worden: fünf in vier Monaten. Für drei werden bereits Unterschriften gesammelt, zwei starten im Mai. Seit Januar läuft die Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule - diese dafür richtig», vor drei Wochen wurde die Volksinitiative zur Erhaltung des Faches «Biblische Geschichte» an der Primarschule lanciert und letzten Samstag jene gegen den Abbau bei der Handarbeit. Im Mai werden noch zwei Initiativen dazukommen. Eine wendet sich gegen die Erhöhung der Klassengrössen um durchschnittlich 1,5 Schüler, die andere gegen die Streichung der Hauswirtschaft an den Mittelschulen. Erstere soll am 18. Mai lanciert werden, letztere in der ersten Mai-Woche. (print only)

9. April 2004
Bericht im Tages-Anzeiger Magazin:
Gewalt im Klassenzimmer
Ein Lehrer geht auf einen albanischen Schüler los, und das Dorf applaudiert. Geht es um Burnout, Jugendgewalt oder Rassismus? Der Fall Isenschmid.(print only)

April 2004
Stellungnahme des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Nidwalden zur Fremdsprachenfrage:
87% der Nidwaldner Lehrpersonen für nur eine Fremdsprache
Der Lehrerinnen- und Lehrerverband Nidwalden befürwortet das Modell 3/7 mit einer Fremdsprache auf der Primarschule und zweiter Fremdsprache ab Orientierungsschule (7. Klasse). Die Lehrerschaft stellt sich hinter den Entscheid, mit dem ersten Fremdsparchenunterricht früher, nämlich ab 3. Klasse zu beginnen. Dies soll mit der nötigen Intensität und unter Wahrung des Anspruchs einer ebenso intensiven Sprachförderung in der Unterrichtssprache geschehen. Auf diesem Boden sollte dann erst auf der Orientierungsschule (ab 7. Klasse) der Unterricht in der zweiten Fremdsprache starten, dafür effizienter gestaltet werden können als dies heute der Fall ist.
LVN und Lehrerschaft sprechen sich nach wie vor gegen eine zweite Fremdsprache auf der Primarschule aus. Eine Umfrage bei der Lehrerschaft in Nidwalden hat mit 87% iger Befürwortung gezeigt, dass eine Fremdsprache an den der Primarschule genügt...weiter

April 2004
Medienmitteilung des Erziehungsdepartements Graubünden:
Bündner Erziehungsdepartement äussert sich kritisch zum Sprachenentscheid der EDK
«Das Bündner Sprachenkonzept ist so aufgebaut, dass die Einführung von zwei Fremdsprachen auf der Primarschulstufe, wie von der Erziehungsdirektorenkonferenz verlangt, organisatorisch möglich wäre. Ob aber ein solcher Schritt auch aus pädagogischer und politischer Sicht verantwortet werden kann, bedarf noch intensiver Abklärungen. Ein Entscheid dieser Tragweite braucht solide Grundlagen, für deren Erarbeitung möglichst viele Betroffene (u.a. Lehrerinnen und Lehrer, Pädagogische Fachhochschule) einbezogen werden müssen...weiter

April 2004
Lehrpersonen des Kantons Schwyz:
Wie viele Fremdsprachen ab welchem Alter?
In einer Umfrage unter den Lehrerinnen und Lehrern des Kantons Schwyz (LSZ) haben sich 85% für das Modell 3/7 ausgesprochen. Dieses Modell verlangt eine erste Fremdsprache ab der 3. Klasse, die zweite ab Oberstufe...weiter /// Die Mitglieder des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrervereins (ZLV) haben sich mit einer klaren Mehrheit von 61% sogar dafür ausgesprochen, dieses Modell mittels einer Volksinitiative durchzusetzen...weiter

April 2004
Kantonaler Lehrerinnen- und Lehrerverband (KLV) St.Gallen:
Widerstand gegen EDK-Entscheid angekündigt
Der KLV hat bereits im Herbst 2003 einstimmig folgendes beschlossen: 1. Neben Deutsch ist eine weitere Fremdsprache genug für die Primarschule. 2. Die erste weitere Fremdsprache soll Englisch ab der 3. Klasse sein. Französisch soll ab dem 7. Schuljahr unterrichtet werden. Die EDK hat mit ihrem Strategieentscheid gegen diesen Grundsatz entschieden. Die kantonalen Behörden müssen mit entschiedenem Widerstand rechnen, wenn dieser Strategieentscheid im Kanton St. Gallen tatsächlich umgesetzt werden soll...weiter

7. April
Neue Luzerner Zeitung
Innerschweizer Lehrerinnen- und Lehrerorganisationen
wollen Tempo drosseln.
Medienkonferenz der Innerschweizer Lehrerinnen-
und Lehrerorganisationen - Das Fazit der Zentralschweizer Lehrerinnen
und Lehrer ist klar: Sie sind gegen die Reformvorhaben ihrer Erziehungsdirektoren.
Sie wollen sich aber auch nicht als reformfeindliche Bremser bezeichnen
lassen. «Wir anerkennen ohne Vorbehalte das Bildungsziel der
Dreisprachigkeit. Bloss sollen die Schüler nicht schon in der
Primarschule mit drei Sprachen konfrontiert werden.» /// «Mit
zwei Fremdsprachen an der Primarschule ist ein groisser Teil der
Schüler überfordert» sagte Thomas Pfiffner, Präsident
des Lehrervebandes Zug. Dies auch, weil die deutsche Sprache - Voraussetzung
für das Lernen in allen Gebieten - bei den Kindern in diesem
Alter noch zu wenig sitze. «Priorität soll deshalb ein
solider Deutschunterricht haben», sagte Pfiffner. (print only)

7. April
Zürcher Unterländer
Christentum als Basis der westlichen Kultur
Die Biblische Geschichte an der Primarschule
ist im Rahmen des Sanierungsprogramms 04 aus dem obligatorischen
Fächerkatalog gestrichen worden. Die Gemeinden können
sie als Freifach weiter anbieten...weiter
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Webseite www.BiblischeGeschichte.ch
Eine Volksinitiative möchte das Fach Biblische Geschichte
erhalten...weiter
Die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte
Schulreformen unterstützt die Volksinitiative...weiter
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3. April
Leserbriefe im Tages-anzeiger zum Entscheid der
Erziehunsdirektoren für zwei Fremdsprachen an der Primarschule:
Zwei Fremdsprachen werden an der Primarschule
zur Pflicht
"Zürich muss noch zittern" heisst
es im Bericht über den Sprachenstreit, weil eine Volksinitiative
pendent ist, welche auf der Primarschulstufe nur eine Fremdsprache
zulassen will. Nein, die Zürcher Schule muss nicht zittern,
höchstens deren Bildungsdirektorin. Das Zürcher Volk darf
im Gegenteil hoffen, dass der Unsinn einer zweiten Fremdsprache
bereits in der 5. Klasse an der Urne noch abgewendet werden kann...weiter

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
3. April 2004
Dritte Volksinitiative für die
Primarschule:
Keine abenteuerlichen Bildungsexperimente
Mit der heute lancierten Volksinitiative
«Ja zu Handarbeit/Werken» soll der Abbau der Handarbeit
in der Primarschule verhindert werden. Dies ist bereits die
dritte Volksinitiative in Serie, die sich gegen den geplanten
Umbau der Primarschule richtet, eine vierte soll im Mai folgen.
Zeit für die Verantwortlichen, insbesondere den Zürcher
Bildungsrat, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen...weiter |

3. April 2004l
Volksinitiative "Ja zu Handarbeit/Werken"
gestartet
Das Aktionskomitee "Ja zu Handarbeit/Werken"
startet mit der Handarbeits-Initiative, die verlangt, dass die wöchentliche
Unterrichtszeit im Fach Handarbeit für die Schüler/innen
verbindlich im Volksschulgesetzt verankert wird. Die Initiant/innen
lehnen nach wie vor die vom den Bildungsrat beschlossene Kürzung
der Handarbeit ab. Die im letzen Herbst durchgeführte Handarbeits-Petition
stiess in der Bevölkerung auf äusserst grosse Sympathien.
Auch der Kantonsrat hat in seiner Budgetberatung im Dezember 2003
mit 137 zu 3 Stimmen die Kürzung der Handarbeitslektionen abgelehnt.
Der Regierungsrat hat sich über den kantonsrätlichen Entscheid
hinweggesetzt, auch die über 60 000 Petitionsunterschriften
machten anscheinend der Exekutive keinen Eindruck, daher nimmt das
Aktionskomitee die demokratischen Rechte wahr mit der Lancierung
der Handarbeits-Initiative.
(Medienmitteilung des Aktionskomitees «Ja zu Handarbeit/Werken»)
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Webseite www.ja-zur-bildung.ch
Hier finden Sie alle Informationen zur Initiative und den Initiativbogen
zum Herunterladen...weiter |

April 04
Kanton Zug:
Interessengemeinschaft Ganzheitliche Bildung
gegründet
Auch im Kanton Zug formiert sich Widerstand gegen
zwei Fremdsprachen auf Primarschulstufe. Die neue «Interessengemeinschaft
Ganzheitliche Bildung» wurde gegeründet von Lehrpersonen
und KantonsrätInnen von FDP, CVP, SVP und Alternativen...weiter

2. April 04
Leserbrief des ElternForums Dübendorf:
Zwei Fremdsprachen sind zu viel für
Primarschüler
Beim Fremdsprachenunterricht an unseren Schulen
wird es in den nächsten Jahren grössere Veränderungen
geben. Das ElternForum hat an seinem Treffen diese Neuerungen ausführlich
diskutiert...weiter
(DER GLATTALER, 2.4.04)

März 2004
Tagung «Visionen für eine künftige Volksschule»
der Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
Visionärer Blick in die Schul-Zukunft
Die Volksschule ist kein statisches Gebilde.
Sie lebt. Und verändert sich. In den letzten Jahren stärker
denn je. Es herrscht ein eigentlicher Wildwuchs an Reformen und
Reförmchen. Die Orientierung ist erschwert. Die Tagung "Visionen
für eine künftige Volksschule" will mit ihren Resultaten
mithelfen, einen gangbaren Weg zu finden...weiter

2./3. April 2004
Zahlreiche Leserbriefe im Tages-Anzeiger
Zweite Fremdsprache ist eine Überforderung
Wollen wir eine Generation von Kindern ohne
geschickte Hände, welche nach ihrer Schulzeit weder Deutsch,
noch Französisch, noch Englisch richtig können...weiter

2. April
St.Galler Tagblatt:
Primarlehrer gegen zwei Fremdsprachen
Nach dem Fremdsprachenentscheid der Erziehungsdirektoren
die Reaktionen: Die Ostschweizer Lehrerverbände können
sich mit Frühenglisch ab der 3. Klasse unter gewissen Bedingungen
anfreunden. Ablehnung schlägt hingegen der Einführung
der zweiten Fremdsprache ab der 5. Klasse entgegen /// die Reaktion
im Thurgau: «Es wurde ein typisch schweizerischer Mittelweg
gewählt. Weil man sich nicht auf Englisch oder Französisch
festlegen wollte, verärgert man die Mehrheit, die nur eine
Fremdsprache in der Primarschule befürwortet», sagt Felix
Züst, Präsident der Thurgauer Schulsynode, dem «Parlament»
der Volksschullehrkräfte....weiter

1. April
Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren
hat entschieden:
Zwei Fremdsprachen sollen an der Primarschule
unterrichtet werden
Tages-Anzeiger: «Der Sprachenstreit ist
beigelegt. Die Schüler in allen Kantonen sollen schon an der
Primarschule eine zweite Landessprache und Englisch lernen...weiter
/// Der Bund: «Die Erziehungsdirektoren haben sich im Streit
um Fremdsprachen auf einen Kompromiss geeinigt: ab 3. Klasse die
erste Fremdsprache, ab 5. Klasse die zweite. In einigen Deutschschweizer
Kantonen regt sich Widerstand gegen das Frühfranzösisch.
..weiter
/// NZZ: «Zwei Fremdsprachen obligatorisch...weiter
«EDK legt neue Strategie für das frühe Sprachenlernen
fest...weiter

30. März 04
Die Südostschweiz:
Früh-Englisch ja, aber ...
Zwei Fremdsprachen als Pflichtfach wären
an der Primarschule zuviel, sagen Schulleiter im Linthgebiet. Mit
ihrer Meinung sind sie nicht allein. Im Kanton wird darüber
zurzeit heiss diskutiert, jedoch nur auf politischer Ebene.
(www.suedostschweiz.ch)

25. März
Stadtblatt vom 25. März 2004
Gespart wird so oder so - die SP sollte Sparalternativen
haben
Gedanken von Eduard Crosina, langjähriger
Schulpfleger und SP-Mitglied, zum Sparpotential im Bildungsbereich.
«Gespart wird so oder so, aber wenn wir uns auf eine Verweigerungshaltung
festlegen, überlassen wir es der Verwaltung festzuschreiben,
wo gespart wird. Und diese wird todsicher nicht bei sich selbst
sparen, sondern dort, wo es sie am wenigsten schmerzt: draussen
an der Front, in den Klassenzimmern.» «Laut Statistik
ist die Anzahl aller Beschäftigten in der Zentralverwaltung
der Bildungsdirektion in den vergangenen acht Jahren von 374 auf
473 gestiegen. Sollte man nicht einmal abklären, ob dieser
Personalaufwand wirklich nötig ist? Ein gewisses Sparpotential
könnte ja vorhanden sein.»...weiter
26. März 04
Tages-Anzeiger:
Eine Flut von Initiativen
Die Reformen und Sparmassnahmen in der Schule
werden nicht weniger als fünf Volksinitiativen zur Folge haben.
Bereits bekannt ist ein Begehren, das sich gegen eine zweite Fremdsprache
an der Primarschule richtet. Die Initiative gegen die Abschaffung
der Biblischen Geschichte wurde gestern in die Wege geleitet. ///
Demnächst folgen soll eine Initiative gegen den Abbau der Handarbeit
/// Es laufen Vorarbeiten für eine Volksinitiative, die eine
Reduktion der Klassengrösse zum Ziel hat. /// Und beim fünften
Begehren geht es um das Hauswirtschaftsobligatorium an den Mittelschulen.

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
26. März
Kantonale Volksinitiative "Ja zur Biblischen
Geschichte"
Berufsalltag und gesellschaftliches Zusammenleben
verlangen nach Werten
Die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte
Schulreformen unterstützt die Volksinitiative zur Erhaltung
des Faches "Biblische Geschichte", welches ab nächstem
Schuljahr aus Spargründen aus dem Stundenplan der Primarschule
gestrichen werden soll...weiter
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26. März
Auch die Religiöse Dimension gehört
zum Bildungsauftrag
Volksinitiative zur Weiterführung des
Faches «Biblische Geschichte» lanciert
Unter dem Motto «Ja zu einer ganzheitlichen
Bildung Ja zur Biblischen Geschichte» hat ein überparteiliches
und überkonfessionelles Komitee eine Volksinitiative zur Weiterführung
des Fachs «Biblische Geschichte» an der Primarschule
lanciert...weiter
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Webseite www.BiblischeGeschichte.ch
Hier finden Sie alle Informationen zur Initiative und den Initiativbogen
zum Herunterladen...weiter |

24. März
St. Galler Tagblatt:
St. Galler Mittelstufenlehrer wehren sich
gegen eine zweite Fremdsprache
Im Kanton St. Gallen hat sich eine grosse Mehrheit
der Mittelstufenlehrkräfte (4. bis 6. Klasse) in einer Umfrage
gegen zwei Fremdsprachen in der Primarschule ausgesprochen. «Die
zweite Fremdsprache soll erst ab dem 7. Schuljahr beginnen»,
sagt Ernst Dürr aus Altstätten, Präsident der kantonalen
Mittelstufen-Konferenz (KMK). Unabdingbare Voraussetzung für
das Erlernen von Fremdsprachen seien grundlegende Deutschkenntnisse,
findet die Lehrerschaft. Deshalb sei dem Deutschunterricht von Beginn
weg ein höherer Stellenwert einzuräumen. Die Schüler
seien mit zwei Fremdsprachen «massiv überfordert».
Viel gescheiter würde man für die besseren Primarschüler
die zweite Fremdsprache zum Wahlpflichtfach erklären...weiter

23. März 04
Bildungsbeilage NZZ
Themen: Wie Schulreformen den Lehrerberuf verändern
/// Ist die Schule zu weiblich? Leseleistung - eine Frage des Geschlechts?
/// Mobbingvorwürfe an Lehrpersonen /// Schweiz: Musterschülerin
der Begabungsförderung.

20. März 04
Neues Bülacher Tagblatt:
«Gesagt ist gesagt, Frau Aeppli»
Nicht alle Antworten, die ein Interviewpartner
im Verlaufe eines Interviews gegeben hat, werden von ihm nachher
für die Publikation auch autorisiert. So ist es dem NBT kürzlich
mit Bildungsdirektorin Regine Aeppli ergangen...weiter
(Bülacher Trichter vom 20.3.04)

17. März
Sozialdemokratische Partei Thurgau:
Zwei sind zu viel
Zwei Fremdsprachen auf der Primarschulstufe sind
eindeutig zu viel...weiter
(St.Galler Tagblatt, 17.3.04)

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Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
16. März
Der Frosch wird doch nicht auf Englisch
erklärt
Die Arbeitsgemeinschaft für
praxisorientierte Schulreformen begrüsst den Entscheid
des Bildungsrates, beim Frühenglisch an der Primarschule
nun doch auf die umstrittene Methode der so genannten Immersion
zu verzichten. Gleichzeitig sammelt sie weiter fleissig Unterschriften
für ihre Volksinitiative, die zwei Fremdsprachen auf
der Primarschule verhindern soll...weiter
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16./ 17. März
Bildungsrat lenkt ein
Frühenglisch soll als «echter»
Sprachunterricht erteilt werden
NZZ: «Künftig haben schon die Zweitklässler
im Kanton Zürich Englisch zu lernen, wie der Bildungsrat beschlossen
hat. Ab Schuljahr 2006/07 sind alle Schulgemeinden zur Einführung
verpflichtet.Von der einstigen Idee, bestimmte Fächer auf Englisch
zu unterrichten und die Fremdsprache den Kindern so näher zu
bringen, ist man laut Regine Fretz vom kantonalen Volksschulamt
abgekommen: Englisch wird als «richtiger» Sprachunterricht
erteilt und erscheint auch als solcher im Stundenplan...weiter
/// Tages-Anzeiger: «Ab Sommer Englisch für Zweitklässler
- Die Einführung von Frühenglisch führe zu einer
leicht höheren Lektionenzahl, wie es in der Mitteilung weiter
heisst. In der ersten Klasse werde die Lektionenzahl für Deutsch,
Handarbeit und Zeichnen sowie Musik erhöht. Dagegen werde in
der ersten Klasse Mathematik um eine Lektion gekürzt...weiter
/// 20Minuten führt eine Online-Umfrage durch: Frühenglisch
ab der 2. Klasse: Finden Sie das gut?...weiter
/// Anzeiger von Uster: Ab Sommer 2006 in allen Gemeinden...weiter
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Pressemitteilung
des Bildungsrates
Die Pressemitteilung des Bildungsrates vom 16.3.2004 im Originaltext...weiter
(www.bildungsdirektion.zh.ch) |

13. März 2004
Kantonsräte verlangen die Beibehaltung
von Handarbeit und Werken
Das Aktionskomitee "Ja zu Handarbeit/Werken" hat mit grosser
Freude zur Kenntnis genommen, dass Kantonsrätin Susanne Rihs-Lanz
und Kantonsrat Hanspeter Amstutz den Regierungsrat auffordern, in
der 5. und 6. KLasse auf den Abbau von Handarbeit und Werken zu
verzichten...weiter
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Das Postulat
im Originaltext
Das Postulat der Kantonsräte Rihs und Amstutz vom 8.3.2004...weiter
(www.kantonsrat.zh.ch) |

10. März 2004
Leserbrief St.Galler Tagblatt:
Warum drei Fremdsprachen?
Frühenglisch ab der 3. Klasse und Frühfranzösisch
ab der 5. Klasse - Warum tun wir dies unseren Kindern an? Zusätzlich
müssen sie sich ab Schulbeginn in die erste Fremdsprache einarbeiten,
in das Hochdeutsche. Das gäbe nach Adam Riese drei Fremdsprachen
in sechs Jahren. Der Bedarf an Schulischen HeilpädagogInnen,
die jetzt schon viele SchülerInnen beim Pensenbewältigen
unterstützen, ist sehr gross...weiter

5. März 2004
Erziehungdirektoren beraten über die erste
Fremdsprache
Englisch oder Französisch zuerst?
Die kantonalen Erziehungsdirektoren haben gestern
in Bern darüber beraten, welche Fremdsprache als erstes in
der Primarschule gelehrt werden soll. Zu einem Entscheid ist die
Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK) aber nicht gekommen, wie der
St. Galler Regierungsrat und EDK-Präsident Hans Ulrich Stöckling
mitteilen liess. Auch über den Inhalt der Debatte wurde Stillschweigen
vereinbart. Wann die Erziehungsdirektoren wieder zusammenkommen,
ist offen.
(St.Galler Tagblatt)

3. März 2004
St.Galler Tagblatt:
Frühfranzösisch könnte früh
enden
Möglicherweise müssen die Primarlehrer
des Kantons Thurgau dem Fach Französisch bald Adieu sagen.
Immer mehr Kantonsräte unterstützen die Motion der CVP-Kantonsrätin
Marlies Mettler, die den Englisch- anstelle des Französischunterrichts
nach Innerrhoder Vorbild einführen will. Bei ihrer Einreichung
im Februar 2003 fand die Fischinger CVP-Kantonsrätin nur 27
Mitunterzeichner. Doch inzwischen hat die SVP den Ersatz von Französisch
durch Englisch in ihre Legislaturziele aufgenommen. In ihrem Wahlprogramm
fordert die Fraktion der Grünen eine einzige Fremdsprache -
nach Ansicht der Fraktionsmehrheit soll es Englisch sein. Auch Hartmann,
der gern Französisch unterrichtet, findet Englisch «mit
Blick auf die internationalen Verhältnisse» sinnvoller
als Französisch. Wegen der «Kapazität» hält
er wenig von der Absicht der Ostschweizer Erziehungsdirektoren,
Englisch ab der dritten und Französisch ab der fünften
Klasse zu unterrichten: «Meine Klasse ist mit einer Fremdsprache
genug bedient.» ...weiter

März 2004
Norbert Senn, Kantonsrat CVP Romanshorn im St.Galler
Tablatt:
CVP Thurgau verlangt nur eine Fremdsprache
an der Primarschule
«Mehrsprachigkeit der Schweizer Schülerinnen
und Schüler hat Tradition, und das entsprechende Ergebnis findet
im In- und Ausland immer wieder Anerkennung - und dies, obwohl bisher
«nur» Frühfranzösisch an der Primarschule
unterrichtet wird. /// Vor der Einführung des Frühfranzösisch-Unterrichts
wusste man aus Tests mit den Versuchsklassen, dass sich die Fähigkeiten
am Ende der obligatorischen Schulzeit von Schülerinnen und
Schülern mit, und solchen ohne Frühfranzösisch nur
in geringem, vernachlässigbarem Umfang unterscheiden. Unter
beträchtlicher Kostenfolge wurde es trotzdem eingeführt.
Der Beginn in der 5. Klasse führt heute bereits dazu, dass
Schüler ab dem 7. Schuljahr vom Französischunterricht
dispensiert werden müssen. Es wird klar, dass es sich bei diesen
Lernprozessen um kumulierende Prozesse in positivem Sinn (Fähigkeiten,
Fertigkeiten), aber auch im negativen Sinn (Lerndefizite) handelt.///
Der Gewinn aus dem Unternehmen «Frühenglisch und Frühfranzösisch»
wird enttäuschend sein.Ich unterstütze die Motion von
CVP-Kantonsrätin Marlies Mettler. Bleiben wir bei einer Fremdsprache
auf der Pri-marschulstufe, beginnen wir in der 5. Klasse mit «Frühenglisch»
und unterrichten Französisch wieder ab der Oberstufe!...weiter

28. Februar
Tages-Anzeiger:
Ausländerbeitrat äussert sich kritisch
zu zweiter Fremdsprache
Der Ausländerbeirat der Stadt Winterthur
ist laut Präsidentin Daria Mikulicic skeptisch eingestellt
zu einer zweiten Fremdsprache an der Primarschule.

26. Februar 2004
Der Lehrerinnen- und Lehrerverein des Kantons
Zug nimmt Stellung zu zwei Fremdsprachen an der Primarschule:
Wie viel Platz hat es in den Kinderköpfen?
«Anders als im Zeitungsartikel vom 20.1.04
verlautbart, sind wir nicht dagegen mit der 1.Fremdsprache früher
zu beginnen. Allerdings gilt es zu beachten, dass die Schülerinnen
und Schüler schon mit einer Fremdsprache im heutigen Umfeld
Schwierigkeiten bekunden. Rund ein Drittel aller Schülerinnen
und Schüler müssen am Ende der 6. Klasse Misserfolgserlebnisse
im Fremdsprachenerwerb verarbeiten.
Es ist daher aus pädagogischer Sicht nicht sehr geschickt,
wenn man allen Schülern obligatorisch eine zweite Fremdsprache
zumutet...weiter

Februar 2004
Hans Wymann zu den Aussagen von Regierungsrätin Regine Aeppli
im Tages-Anzeiger-Magazin vom 31.1.2004:
Einige kritische Überlegungen
zu den Aussagen von Regierungsrätin Regine Aeppli
Da die Aussagen von Frau Regierungsrätin
R. Aeppli zur Volksschulreform von besonderer Tragweite sind, soll
ihnen mit einigen kritischen Überlegungen entgegnet werden...weiter
(Dr. h.c. Hans Wymann, ehemaliger Leiter des Pestalozzianums Zürich)

18. Februar 2004
SF DRS Sendung «10 vor10»
Früh-Englisch im Appenzell
Worüber im Kanton Zürich noch energisch
diskutiert wird, das ist im Kanton Appenzell Innerhoden bereits
seit zwei Jahren Realität: Eine Fremdsprache an der Primarschule.
Französisch wird wieder ab der Oberstufe gelehrt und dort dafür
noch ausgebaut...weiter
(www.sfdrs.ch, REAL-VIDEO)
Der REAL-player kann hier
heruntergeladen werden, falls Sie den Beitrag nicht ansehen
können.

18. Februar 2004
Weltwoche 8/04:
«Komm, schlag mich doch, aber du bist
ja zu feige»
Jeder dritte Lehrer würde seinen Beruf heute
nicht mehr ergreifen. Der Grund: Aggressive und verzogene Schüler
machen das Unterrichten zur Qual. Und der Klassenkampf fordert täglich
neue Opfer...weiter
(www.weltwoche.ch, mit Diskussionsforum)

16. Februar 2004
St.Galler Tagblatt:
Gegen zweite Fremdsprache
Englisch ab der dritten Klasse, Französisch
ab der fünften - zu diesem Entscheid kamen die Erziehungsdirektoren
der Ostschweizer Kantone im Oktober 2002. Gegen die Pläne der
Erziehungsdirektoren hat sich in allen Kantonen Widerstand geregt.
Im Thurgau haben sich die Mittelstufenlehrer sowie fast alle Parteien
im Grossen Rat gegen eine zweite Fremdsprache in der Primarschule
ausgesprochen. Uneinigkeit besteht auch über die Reihenfolge.
St. Galler Lehrkräfte befürchten bei der Einführung
von Frühenglisch eine Überforderung der Schüler.
Eine zweite Fremdsprache im Wahlpflichtmodell wäre für
sie eine Lösung...weiter

9. Februar 2004
Kantonsrat:
Fragen an den Regierungsrat zur geplanten
Frühenglischeinführung an der Primarschule
Welche Überlegungen und Erwägungen
haben zum Projekt "Einführung von Englisch als zweite
Fremdsprache auf der Primarstufe" geführt? Wer bewilligte
dieses Projekt und gab die notwendigen Mittel und Ressourcen frei?
Wurde für dieses Projekt eine Risikobewertung vorgenommen?...weiter
(www.kantonsrat.zh.ch, Interpellation im Originaltext)

10. Februar 04
Allgemeinbildung im Internet-Zeitalter
Sekundarlehrer Hanspeter Amstutz plädiert
für eine Aufwertung des Realienunterrichts in der Volksschule.
Realienunterricht bringt ein Stück Welt ins Schulzimmer, ist
eine Chance für Wissensdurstige und sollte auf keinen Fall
für's Englischlernen missbraucht werden...weiter

9. Februar 04
Volksinitiative für den Handarbeitsunterricht
Die Stimmberechtigen sollen entscheiden, wie
viel Handarbeitsunterricht an den Primarschulen unterrichtet wird.
So sieht es das Aktionskomitee «Ja zu Handarbeit/Werken»,
das zu diesem Zweck eine Volksinitiative lancieren will...weiter
Die Arbeitgemeinschaft für praxisorientierte
Schulreformen vertritt die Ansicht, dass in der Schule Kopf, Herz
und Hand gleichermassen vertreten sein müssen und die Handarbeit
deshalb im bisherigen Umfang beibehalten werden soll. Sie möchte
daher einen Passus im neuen Volksschulgesetz verankern, der verlangt,
dass der Ausgewogenheit zwischen mathematisch-naturwissenschaftlichen,
sprachlich-historischen und handwerklich-musischen Fächern
entsprechend Rechnung zu tragen ist.

7. Februar 04
Neue Zürcher Zeitung:
Fürstentum Regierungsrat?
Die vier Frauen und drei Männer im Zürcher
Regierungsrat scheinen sich ihrer Sache im Moment sehr sicher zu
sein. Der Kantonsrat und das Volk können beschliessen, was
sie wollen, doch der Regierungsrat macht, was er will. Im Dezember
hat der Kantonsrat beschlossen, in den Bereichen Handarbeit und
Lektionenzahl an Mittelschulen dürfe nicht so einschneidend
gespart werden, wie dies die Regierung vorschlug. Die Zurückgepfiffene
tat darauf kund, sie gedenke nicht, diesen Beschluss umzusetzen.///
Eines aber dürfen die vier Frauen und drei Männer in der
Zürcher Regierung nicht vergessen. Die Hosen im Hause Zürich
haben das Volk und der Kantonsrat an, nicht sie...weiter

30. Januar 04
Leserbrief von Kantonsrat und Lehrer Hanspeter
Amstutz:
Primarschule wohin?
Es ist Mode geworden, den Eltern das Blaue vom
Himmel herab zu versprechen, was eine moderne Didaktik heute alles
kann. Im Glanze von zwei Fremdsprachen, die unsere Kinder schon
bald in der Primarschule parallel lernen dürfen, ist das Fach
Handarbeit dabei nur noch ein unbedeutendes Anhängsel.
Die Ganzheitlichkeit unserer Volksschulbildung
darf nicht durch Einseitigkeit des Fächerkanons aufs Spiel
gesetzt werden. Es ist Zeit, dass eine vertiefte Diskussion über
die Bildungsinhalte stattfindet, damit wir wissen, wohin die Reise
geht...weiter
29. Januar 04
Tages-Anzeiger:
Kritiker der Schulreform provozieren Gutachterstreit
zum Frühenglisch
Die Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte
Schulreformen führt einen entschlossenen Kampf gegen die zweite
Fremdsprache an den Zürcher Primarschulen. Vor zwei Wochen
lancierte sie eine Volksinitiative, und gestern präsentierte
sie ein Gutachten, das den Bildungsrat frontal angreift. Dieser
hatte beschlossen, ab Sommer 2005 im ganzen Kanton neben Französisch
auch Englisch einzuführen.///Die Reformkritiker monieren, der
Entscheid des Bildungsrats basiere auf einem "Insider-Gutachten"
von Otto Stern. Um ihre Kritik zu belegen, hat die Arbeitsgemeinschaft
bei Sprachwissenschafter Rudolf Wachter von der Universität
Basel ein Gegengutachten bestellt. /// Wachter zerpflückt Sterns
Gutachten in allen Punkten.

28. Januar 04
Limmataler Tagblatt:
Fremdsprachenunterricht - Wissenschafter kritisiert Gutachten
Für ein fundiertes Gutachten fehlten
die Daten, sagt der Sprachwissenschafter Rudolf Wachter zur Arbeit
seines Zürcher Kollegen Otto Stern. Brisant: Der Bildungsrat
stützte sich bei seinem Entscheid zur Einführung von Frühenglisch
auf Sterns Gutachten ab.
Stern, Dozent an der Pädagogischen Hochschule
Zürich, sollte 2002 im Auftrag des damaligen Bildungsdirektors
und vehementen Befürworters von "Frühenglisch",
Ernst Buschor, wissenschaftlich belegen, dass der Erwerb mehrerer
Fremdsprachen an der Primarschule richtig und sinnvoll sei. Er tat
dies, auch wenn er gleich in der Einführung einräumte,
dass "die Forschungsgrundlage (noch) sehr dürftig ist".
Zürcher Oberländer / Der Landbote:
Verriss von «bestelltem Gutachten»
Als Paradebeispiel eines von der Politik bestellten
Insider-Gutachtens brandmarkt der Basler Sprachwissenschaftler Rudolf
Wachter eine Arbeit seines Zürcher Kollegen Otto Stern. Es
geht um die Einführung einer zweiten Fremdsprache an der Primarschule...weiter
Neue Luzerner Zeitung:
Attacke der Gegener von zwei Fremdsprachen

Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
27. Januar
04
Peinlichkeit mit Zürcher
Sprachengutachten
Den Praktikern wird in der Fremdsprachenfrage
kein Gehör geschenkt. Stattdessen schiebt die Zürcher
Bildungsdirektion ein fragwürdiges wissenschaftliches Gutachten
vor, wie ein Gegengutachten des Sprachwissenschafters Rudolf
Wachter zeigt...weiter
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23. Jan. 04
Wird der Handarbeitsunterricht reduziert, um Platz zu schaffen fürs
Frühenglisch?
«Der Regierungsrat spart mit harter Hand
- beim Handarbeitsunterricht an der Primarschule. Dieser wird jetzt
halbiert unter dem Vorwand, es müsse gespart werden. In Wirklichkeit
wird aber mit dieser Massnahmen Platz gemacht für die zweite
obligatorische Fremdsprache in der Primarschule...» weiter

23. Jan. 04
ZLV-Mitglieder unterstützen Volksinitiative
Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband
ZLV hat seine Mitglieder in einer Konsultativ-Abstimmung um ihre
Meinung gefragt zur kantonalen Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache
an der Primarschule». Das Resultat ist eindeutig ausgefallen:
61% der eingegangenen Antworten möchten, dass der ZLV die Volksinitiative
unterstützt...weiter

22. Jan. 04
«Die Sprachenpolitik des Kantons Zürich steht vor einem
bildungspolitischen Gewitter»
Die Ankündigung einer kantonalzürcherischen
Initiative, welche eine zweite Fremdsprache in der Primarschule
gegen den Willen der Bildungsdirektion verhindern will, hat in der
Westschweiz im Gegensatz zur Deutschschweiz enorm hohe Wellen geworfen.
Dieser Kontrast zeigt das profunde Malaise in der Schweizer Sprachenpolitik
und ruft nach einer neuen nationalen Debatte über unsere Mehrsprachigkeit.(Marco
Baschera, Privatdozent für französische Literaturwissenschaft
in der NZZ vom 22.1.04, Seite 17)

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Medienmitteilung
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
22. Jan. 04
Zur Kürzung der Handarbeit durch
den Regierungsrat
Wir sind empört über den Entscheid
des Regierungsrates, welcher die Handarbeitsstunden an den
5. + 6. Primarschulklassen nun doch reduzieren will. Er missachtet
damit nicht nur den Entscheid des Kantonsrates, sondern negiert
auch die 58'000 Petitionsunterschriften, welche eine Beibehaltung
der jetzigen Handarbeitstunden wünschen...weiter
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16. Jan. 04
Le Temps: «Jusqu'où Zurich déclassera-t-il le
français?»
In der Romandie wird mit der Volksinitiative
aus Zürich die Sprachenfrage neu aufgeworfen. Am vergangenen
Samstag berichtete die Zeitung «Le Temps»: «2004:
le choix de languages - Apprendre l'anglais d'abord au lieu de la
language du voisin alémanique, romand ou tessinois. Après
Appenzell Rhodes-Intérieures, Uri a fait ce choix. Mais la
vraie bataille est, pour cette année, a Zurich où
la résistance des Maîtres a l'enseignement simultané
de deux languages à l'école primaire va obliger le
canton à trancher.»
Am Freitag beleuchtete «Le Temps» die Sprachenfrage
nochmals eingehend.


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