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Interkantonales
Koordinationskomitee |
Medienmitteilung 23. Februar 2005
Aufruf an
die Erziehungsdirektoren-Konferenz
Der Widerstand gegen das von oben diktierte
Sprachenkonzept der Erziehungsdirektorenkonferenz wird immer stärker. Das interkantonale
Komitee „Nur eine Fremdsprache an der Primarschule“, dem inzwischen Vertreterinnen
und Vertreter aus 11 Kantonen angehören, bittet die Erziehungsdirektorenkonferenz,
ihr vorgeschlagenes Modell noch einmal
zu überdenken.
Nach den
Volksinitiativen «nur eine Fremdsprache an der Primarschule» in Zürich und Zug
ist gestern nun auch jene im Kanton Thurgau zustande gekommen. Die Unterschriften
wurden diese Woche der Regierung übergeben. Schaffhausen steht kurz vor der Lancierung
einer Volksinitiative. Luzern sieht eine solche im Verlaufe des Frühlings vor.
Der Widerstand
gegen zwei Fremdsprachen an der Primarschule wird aus Sorge um eine Überforderung der Mehrheit der Schülerinnen
und Schüler immer grösser. Dies zeigt der
Zuwachs beim interkantonalen Komitee „Nur eine Fremdsprache an der
Primarschule“: Acht Kantone waren anlässlich der Gründung vor einer Woche
vertreten, nämlich SG, TG, SH, ZH, NW, OW, SZ und ZG. Mit Interessierten aus den
Kantonen LU, GR und GL sind nun drei weitere Stände dazu gestossen. Bereits
sind auch Gespräche mit Initianten aus weiteren Kantonen im Gange.
Das
interkantonale Komitee „Nur eine Fremdsprache an der Primarschule“ unterstützt
die Harmonisierungsbestrebungen in der Sprachenfrage, dies aber nicht zulasten
der Kinder. Will man ein einheitliches
Sprachenmodell, funktioniert dies nicht mit einer überladenen, von oben diktierten
Variante. Ein einheitliches Sprachenmodell muss auf einem gemeinsamen Nenner basieren,
der von allen Beteiligten mitgetragen wird. Die von Praktikern favorisierte Lösung
„erste Fremdsprache ab der dritten, zweite Fremdsprache ab der siebten Klasse
(3./7. Klasse)“ wäre ein sinnvoller Kompromiss zwischen dem alten System (5./7.
Klasse) und der Maximalvariante der Erziehungsdirektorenkonferenz (3./5. Klasse).
Wir hätten damit einen ein um zwei Jahre vorverlegten Beginn des
Fremdsprachenunterrichts, der von allen Beteiligten mitgetragen würde. Eine
Umfrage in Appenzell Innerrhoden zeigt eine breite Zustimmung zu diesem erprobten,
konsensfähigen und erfolgreichen Modell.
Wir vertrauen
darauf, dass die Erziehungsdirektorenkonferenz nächste Woche anlässlich ihrer
Tagung Grösse zeigt, noch einmal über die Bücher geht und Hand bietet zu einer Lösung,
hinter der alle Beteiligten stehen können.
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