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Medienmitteilung
- Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen
Unterschriftenübergabe
der Zürcher Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule
diese dafür richtig»
Sprachen: Nacheinander statt Durcheinander!
Am 5.7.2004 wurde in Zürich die kantonale Volksinitiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule» mit 13891 Unterschriften eingereicht. Ein überparteiliches Komitee wendet sich gegen den Beschluss der Regierung, bereits in der Primarschule zwei Fremdsprachen einzuführen. Die meisten Kinder wären damit überfordert. Statt solider Sprachgrundlagen hätten wir ein Durcheinander. Durch zu starke Sprachlastigkeit würden zudem andere Bereiche wie Naturwissenschaften oder musisch-handwerkliche Fächer vernachlässigt.
Deutsch zuerst
Die Pressemeldungen häufen sich, wonach bei Schulabgängern, bei
Berufsschülern und selbst bei Hochschulabsolventen das Niveau der Deutschkenntnisse
in erschreckendem Masse sinkt. Dem Unterricht in deutscher Sprache muss
deshalb in der Volksschule wieder entscheidendes Gewicht zukommen. Daneben
ist es zweckmässig, als erste Fremdsprache in der 3. Klasse der Primarstufe
Englisch einzuführen. Eine zusätzliche Sprache muss jedoch aus
Kapazitätsgründen abgelehnt werden.
Für intensiven Französischunterricht
auf der Oberstufe
Der grosse Stellenwert unserer Landessprache Französisch wird beibehalten.
Dies, obwohl oder gerade weil damit wieder (wie früher) erst auf der
Oberstufe begonnen wird: Durch den Unterricht in individuell angepassten
Niveauklassen und durch eine höhere Stundendotierung werden am Ende
der obligatorischen Schulzeit die Französischkenntnisse höher
sein als bei einer erzwungenen Aufstockung in der 5. Klasse.
Unsere Forderung nach nur einer Fremdsprache an der Primarschule wird von der Schulsynode des Kantons Zürich einhellig unterstützt. Der Widerstand wächst aber auch in anderen Kantonen: So haben Zug und Thurgau ebenfalls eine Initiative angekündigt, und in der Ost- und Zentralschweiz wird der Graben zwischen Lehrerverbänden und Erziehungsdepartementen immer offensichtlicher. Die wichtige Sprachenfrage darf daher nicht von der Bildungsverwaltung am grünen Tisch entschieden werden, das letzte Wort gehört vielmehr den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern.
Arbeitsgemeinschaft für praxisorientierte Schulreformen

Mitglieder des Initiativkomitees bei
der Übergabe im Zürcher Rathaus:
«Fergesst nicht der Untericht in deutsch! Liber nur eine fremd Sprache
an der primarschuhle!»
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Arbeitsgemeinschaft
für praxisorientierte Schulreformen
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Hänni)